Gänsbacher, Johann

Basisdaten

  1. Gänsbacher, Johann Baptist Peter Joseph
  2. Trias; Triole Pseudonyme
  3. 8. Mai 1778 in Sterzing (Südtirol)
  4. 13. Juli 1844 in Wien
  5. Kapellmeister, Komponist, Pädagoge, Offizier
  6. Darmstadt, Prag, Innsbruck, Wien

Ikonographie

Johann Gänsbacher (Quelle: Wikimedia)
G�nsbacher, Johann,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
G�nsbacher, Johann,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
G�nsbacher, Johann,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn des Musikus (Regens chori) und Schulmeisters Johann Baptist Gänsbacher (d. ä.) (1751–1806) und dessen Frau Maria Elisabeth, geb. Mayr (1741–1815)
  • Singknabe in Innsbruck (1785/86), Hall (1786–1789, dort Musikunterricht bei Joseph Holzmann), Bozen (1789–1795, dort Cellounterricht bei Johann Anton Fen(d)t, Orgelunterricht bei Georg Rainer)
  • 1795 bis 1801 Studium (Philosophie, dann Jura) in Innsbruck, verdiente daneben seinen Lebensunterhalt durch Musikunterricht, als Musiker im Theaterorchester sowie als Organist; 1796 bis 1799 mehrfache Teilnahme an Feldzügen gegen Napoleon
  • ab 1801 in Wien, dort als Musiklehrer tätig; Begegnung mit der gräflichen Familie Firmian, die den jungen Musiker nachfolgend großzügig förderte
  • 1803/04 weitere musikalische Unterweisungen durch Vogler (gemeinsam mit Weber), später (1806) auch durch Albrechtsberger
  • ab 1804 zahlreiche Reisen, meist mit der Familie Firmian (u. a. nach Brunnersdorf, Prag), außerdem im Sommer 1804 Reise mit Philipp Jungh nach Sachsen und Thüringen, u. a. nach Schnepfenthal, Gotha, Weimar (Begegnungen mit Wieland und Schiller), Erfurt
  • nachfolgend entstanden neben Kammermusik und Liedern auch größere kirchenmusikalische Werke
  • April bis Juli 1810 in Darmstadt nochmaliger Unterricht bei Vogler (gemeinsam mit Weber und Meyerbeer)
  • ab 1810 Mitglied des „Harmonischen Vereins“; verfasste Aufsätze für verschiedene Zeitschriften (vorrangig bis 1812)
  • Sommer 1810 bis 1813 wieder Aufenthalt bei der Familie Firmian u. a. in Brunnersdorf, Prag sowie Reisen nach Wien, Salzburg etc.
  • 1813/14 Beteiligung am Befreiungskampf in Tirol und Oberitalien; ging nach Beendigung des Krieges als Oberleutnant in den aktiven Militärdienst (März 1814 bis 1823/24) und trat in das neuerrichtete Tiroler Kaiserjäger-Regiment in Innsbruck über; reiste im Sommer 1815 zur Anwerbung von Musikern für die Regimentskapelle nach Böhmen, wo er Weber wiederbegegnete
  • reorganisierte in Innsbruck die Militärmusik, dirigierte die Konzerte des Casino-Vereins, gehörte 1818 zu den Gründungsmitgliedern des Innsbrucker Musikvereins (1823/24 provisorischer Direktor)
  • 1822/23 Bewerbung um eine Anstellung in Dresden (Stelle nicht angetreten)T
  • 3. November 1824 Heirat mit Juliane Schand; gemeinsame Kinder: Nina (geb. 10. September 1826, gest. 30. Mai 1830), Josef, Antonie (geb. 30. Mai 1831, gest. 10. April 1921), Karl (geb. 1834, gest. 1837)
  • ab November 1824 als Domkapellmeister an St. Stephan in Wien tätig; die Anstellung umfasste die Komposition von Kirchenmusiken und den Unterricht der Singknaben des Domes

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