Hendel-Schütz, Henriette

Hendel-Schütz, Henriette

Bildquelle

Hans Zeeck, Henriette Hendel-Schütz. Eine Lebensskizze, Köslin 1939

Basisdaten

  1. Hendel-Schütz, Johanne Henriette Rosine
  2. Schüler, Henriette Geburtsname
  3. Eunicke, Henriette Ehename
  4. 13. Februar 1772 in Döbeln (Sachsen)
  5. 4. März 1849 in Köslin (Westpommern)
  6. Schauspielerin, Sängerin, Theaterdirektorin
  7. Berlin, Schwedt (Oder), Mainz, Bonn, Amsterdam, Frankfurt am Main, Halle/Saale, Königsberg, Breslau, Stargard, Köslin

Ikonographie

Hendel-Schütz, Henriette
Henriette Eunike als Elfride (1794) (Quelle: Wikimedia)
Henriette Rosine Hendel-Schütz (1809) (Quelle: Wikimedia)
Bildnis des Henriette Hendel, Leonhard Heinrich Hessell - 1801/1830 (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Sch�ler, Henriette,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Tochter des Schauspielers Carl Julius Christian Schüler und dessen Frau Johanna Christine, geb. Schindel (1753–nach 1822)
  • kam 1775 mit den Eltern nach Gotha, dort Musikunterricht bei Benda (die Medea und Galatea in seinen Melodramen Medea bzw. Pygmalion gehörten später zu ihren herausragenden Rollen), Tanzunterricht bei Hoftanzmeister Charles Hubert Mereau (1727–1797)
  • mit den Eltern 1779 bis 1781 in Breslau (erste Auftritte bei der Wäser’schen Gesellschaft), 1781 bis 1785 in Berlin (dortiges Bühnendebüt am 25. April 1782), Gastauftritt in Hamburg am 12. August 1782, gab in Berlin bis 1785 auch Kinderrollen im Ballett
  • August 1785 bis 1788 am Hoftheater Schwedt als Schauspielerin und Sängerin engagiert
  • heiratete am 12. April 1788 in Schwedt den Tenor Eunike (Scheidung August 1797), drei gemeinsame Kinder: Friedrich, Philippine und Carl; gemeinsam mit dem Ehemann nachfolgend engagiert in Mainz und Bonn (ab 1789), am deutschen Theater in Amsterdam (1792 bis 1794), in Frankfurt/Main (Herbst 1794 bis 1796) sowie am Nationaltheater in Berlin (Juli 1796 bis Oktober 1806); in Berlin gefördert durch Johann Jakob Engel; Schadow schuf ca. 1802 eine Büste der Schauspielerin als Galatea im Pygmalion im Augenblick des Erwachens
  • heiratete 1799 den Arzt (Johann Karl) Heinrich Meyer (Scheidung 1805)
  • heiratete 1806 in Stettin den Militärarzt Hendel, der sieben Monate später starb (1807)
  • ging 1807 über Berlin zunächst nach Halle/Saale
  • Kunstreise u. a. mit Auftritten in Bamberg (um den Jahreswechsel 1807/08), Nürnberg (Februar 1808), Würzburg (April 1808), Regensburg (Ende April 1808), Augsburg (Mai 1808), München (Juni 1808), Hildburghausen (1808), Mannheim (Oktober/November 1808), Frankfurt/Main (November/Dezember 1808), Wien (Januar 1809), Mannheim (August/September 1809), Karlsruhe (Oktober 1809)
  • ihre Spezialität waren (ab ca. 1807) sogenannte mimisch-plastische (pantomimische) Darstellungen; 1809 erschien die Kupferstichfolge Pantomimische Stellungen von Henriette Hendel. Nach der Natur gezeichnet von Joseph Nicolaus Peroux
  • Auftritte gemeinsam mit ihrer Schülerin Louise Beck u. a. in Frankfurt/Main (November 1809), Darmstadt (Dezember 1809), Gotha (Januar 1810), Weimar (Ende Januar 1810) und Hamburg (Mai/Juni 1810), danach in Mecklenburg
  • heiratete 1810 den Universitäts-Professor Friedrich Carl Julius Schütz (1779–1844) in Halle, der nachfolgend mit ihr als Schauspieler reiste (bis 1817/18); gemeinsame Kinder: Sappho (geb. 25. November 1810 in Halle), Axel (geb. 25. August 1812 in Abo/Finnland)
  • leitete ab Februar 1811 gemeinsam mit ihrem Mann kurzzeitig das Theater in Halle, von dort aus Gastauftritte in Gotha (März 1811), Berlin (April 1811, dort wurde sie von Johann Gottfried Schadow in verschiedenen Posen gezeichnet)
  • September/Oktober 1811 kurzzeitig Direktorin des Theaters Königsberg (dort noch Anfang Dezember 1811)
  • anschließend 1812/13 Kunstreise u. a. nach Riga, Petersburg, Stockholm, Kopenhagen
  • Mai 1813 Rückkehr nach Deutschland, Aufenthalt in Halle, Auftritte in Leipzig (August 1813), danach Reise ins Rheinland (in Köln am 21. Oktober 1813 Tod der Stieftochter Thekla Schütz)
  • Februar 1814 bis März 1815 Engagement am Theater Breslau; dort stellte der Ehemann die Publikation Blumenlese aus dem Stammbuche der deutschen mimischen Künstlerin, Frauen Henriette Hendel-Schütz gebornen Schüler zusammen (erschienen 1815 bei Brockhaus, Leipzig/Altenburg)
  • danach mit dem Ehemann wieder auf Reisen, Auftritte u. a. in Halle, Dresden (Juni 1815), Ballenstedt (1815), Lübeck (Sommer 1816), Erfurt (November/Dezember 1816), Frankfurt/Main (Februar/März 1817), Trier (April 1817), Holland, Paris (Sommer 1817; dort Treffen mit dem ältesten Sohn, dem Klavierbauer Friedrich Eunicke)
  • lebte ab 1818 wieder in Halle, wo der Ehemann erneut als Professor an der Universität tätig war
  • beschloss ihre Theaterlaufbahn im Oktober 1819 in Leipzig
  • 1824 Trennung von Schütz (gerichtliche Bestätigung der Scheidung erst 1830), lebte zunächst noch in Halle (bis mindestens 1827), später in Stargard bei ihrer älteren Tochter Philippine (ab 1810 verh. Schüler), wo sie 1836 noch einmal auftrat, zuletzt in Köslin bei ihrer jüngsten Tochter Sappho (ab 1827 verh. Bensemann), gab dort Unterricht in Deklamation für junge Mädchen

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