Baermann sen., Carl

Baermann sen., Carl

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Bestand der SBB

Basisdaten

  1. Baermann, Carl Ludwig Wilhelm
  2. Bärmann, Carl Weitere Namen
  3. 24. Oktober 1811 in München
  4. 23. Mai 1885 in München
  5. Klarinettist, Komponist
  6. München

Ikonographie

Baermann sen., Carl

Biographische Informationen aus der WeGA

Sohn von Heinrich Joseph Baermann und Helene Harlas; seit 1828 Orchester-Eleve der Münchner Hofkapelle, seit 1832 als Hofmusiker angestellt und ab 1847 Nachfolger seines Vaters als Soloklarinettist; gab um 1870 die Klarinettenwerke Webers neu heraus; zahlreiche eigene Klarinettenwerke u. Klarinettenschule, verheiratet seit 17. Juni 1834 mit Barbara Maria Anna Baermann, geb. Schmitz (1808–1892), acht gemeinsame Kinder: fünf Töchter und drei Söhne

Grundschule

1817 bis 1824 Grundschulbesuch Baermanns in München

Ausbildung 1824 bis 1830

Baermann erhält Unterricht am Königlichen Erziehungsinstitut in München sowie gleichzeitig eine private Ausbildung im Klarinettenspiel von seinem Vater. Überdies soll er in diesem Zeitraum auch das Spiel des Bassetthorns erlernt haben.

Auftritt mit der Münchner Hofkapelle

Baermann spielt im dritten Abonnementskonzert der Münchner Hofmusiker am 14. Dezember 1826 Webers Klarinetten-Concertino, das er zuvor bereits öffentlich im Königlichen Erziehungsinstitut vorgetragen hatte.

Konzertreisen

Baermann unternimmt 1827 und 1828 gemeinsam mit seinem Vater Konzertreisen, die sie u.a. über Dresden, Berlin, Norddeutschland und Dänemark nach Schweden führen

Begegnung mit Felix Mendelssohn Bartholdy

In Berlin kommt es zu einer Begegnung mit Felix Mendelssohn Bartholdy am 17. Dezember 1827, der Baermanns Vater bei dessen Notturno für Klarinette und Klavier am Klavier begleitet

Eleve in der königlichen Hofkapelle München

Nach der ersten gemeinsamen Konzertreise mit seinem Sohn Carl beantragt Heinrich Joseph Baermann am 30. August 1828 dessen Aufnahme als Orchester-Eleve in die Königliche Hofkapelle

Eintritt in die Hofkapelle und Fortsetzung seiner Studien

Nach erfolgter Genehmigung des Antrags seines Vaters tritt Carl Baermann am 28. November 1828 in die Königliche Bayerische Hofkapelle ein. Zugleich setzt er seine Kompositionsstudien beim Hofkapellmeister Joseph Hartmann Stunz fort

Musikalische Akademie München

Baermann wird 1828 Mitglied der Münchner Musikalischen Akademie (bis 1880)

Hofmusicus

Baermann wird mit einem Gehalt von 400 Gulden am 27. März 1832 als Hofmusicus an der Münchner Hofkapelle übernommen.

den Baermanns gewidmete Kompostionen

Mendelssohn komponierte für Baermann und dessen Vater zwei Duos für Klarinette und Bassetthorn op. 113 und op. 114 als „Gegengabe“ für seine, ihm von ihnen bereitete bayerische Lieblingsspeise „Dampfnudel und Rahmstrudel“.

Zweiter Konzertauftritt mit Mendelssohn

Zweiter gemeinsamer Konzertauftritt am 10. Januar 1833 mit Felix Mendelssohn Bartholdy

Konzertreise

Gemeinsame Konzertreise von Carl Baermann mit seinem Vater von 1832 bis 1834 nach Prag, Dresden, Leipzig, Berlin, Königsberg und St. Petersburg. U.a. gab es dabei während des Berlin- Gastspiels Bemühungen, Baermann für die Berliner Hofkapelle zu gewinnen, was dieser jedoch ablehnte

Konzertreise mit dem Vater nach Frankreich

1838 und 1839 gastierten Vater und Sohn Baermann in Paris. Gastfreie Aufnahme fanden beide bei Giacomo Meyerbeer

Erneute Konzertreisen

1843 reisten Carl und Heinrich Baermann zu Gastkonzerten nach Berlin und den Niederlanden

Auftritte als Solist

Baermann tritt ab 1840 verstärkt auch als Solist auf und gibt an zahlreichen Orten Gastspiele

Soloklarinettist in der Hofkapelle

Baermann erhält die Stelle des Soloklarinettisten der Münchner Hofkapelle nach dem Tode seines Vaters 1847

Gründung einer Musikschule

Auf Veranlassung der bayerischen Regierung 1844 Gründung eines Konservatoriums in München, dessen Leitung 1846 der Bariton Franz Hauser übernahm. Carl Baermann erhielt dort eine Anstellung als Klarinettenlehrer. Diese Tätigkeit musste Baermann jedoch aus gesundheitlichen Gründen 1882 aufgeben

königlicher Professor

1880, im Jahr seines offiziellen Ruhestandes als Soloklarinettist wurde Carl Baermann zum königlichen Professor ernannt

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