Baermann sen., Carl

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Baermann sen., Carl

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Bestand der SBB

Basisdaten

  1. Baermann, Carl Ludwig Wilhelm
  2. Bärmann, Carl Weitere Namen
  3. 24. Oktober 1811 in München
  4. 23. Mai 1885 in München
  5. Klarinettist, Komponist
  6. München

Ikonographie

Baermann sen., Carl

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn von Heinrich Baermann und Helene Harlas
  • nach Besuch der Grundschule (1817 bis 1824) bis 1830 Unterricht am Königlichen Erziehungsinstitut in München; daneben musikalische Ausbildung durch den Vater (Klarinette, Bassetthorn) sowie bei Stuntz (Komposition); 1826 Auftritte mit Webers Klarinetten-Concertino zunächst im Königlichen Erziehungsinstitut, dann (14. Dezember 1826) im Abonnementskonzert der Münchner Hofmusiker
  • 1827/28 erste Konzertreise gemeinsam mit dem Vater u. a. nach Dresden, Berlin (Dezember 1827), Mecklenburg, Lübeck, Stockholm (März 1828), Kopenhagen (Mai 1828), Hamburg, Hannover, Braunschweig
  • in Berlin erste Begegnung mit Felix Mendelssohn Bartholdy, der im Konzert der Baermanns am 17. Dezember 1827 mitwirkte; im Juni 1830 engerer Kontakt Mendelssohns zur Familie Baermann in München; erneute freundschaftliche Begegnungen u. a. 1832/33 in Berlin (Mendelssohn schrieb für Vater und Sohn Baermann seine beiden Konzertstücke für Klarinette, Bassetthorn und Klavier op. 113 und 114) sowie 1843 in Leipzig
  • ab 1828 Klarinettist der Münchner Hofkapelle, 28. November 1828 Aufnahme als Eleve, 27. März 1832 Anstellung als Hofmusikus (Gehalt 400 Gulden), ab 1847 erster Soloklarinettist (als Nachfolger seines Vaters), 1880 pensioniert (Ernennung zum Professor); im Rahmen der Musikalischen Akademie in München zahlreiche Konzertauftritte als Solist besonders ab 1840
  • von München aus weitere Konzertreisen, zunächst mit dem Vater: 1832/33 u. a. nach Dresden (November 1832), Berlin (Jahreswechsel 1832/33), Königsberg (Januar 1833), Riga (Januar/Februar 1833), Mitau, St. Petersburg, 1838/39 durch Süddeutschland nach Straßburg, Paris (Februar 1839; enger Kontakt zu Giacomo Meyerbeer) und zurück über Südfrankreich und die Schweiz; in späteren Jahren ohne den Vater, z. B. 1843 u. a. nach Ansbach und Bayreuth (Januar), Dresden (Januar/Februar), Leipzig, Altenburg und Weimar (Februar), nochmals Dresden (Februar/März), Berlin (März/April)
  • seit 17. Juni 1834 verheiratet mit Barbara, geb. Schmitz; das Paar hatte acht gemeinsame Kinder: fünf Töchter und drei Söhne
  • 1844 bis 1882 Klarinettenlehrer am Münchner Konservatorium; Verfasser einer bis heute gebräuchlichen Klarinettenschule (veröffentlicht als op. 63/64)
  • 9. Mai 1873 Ernennung zum Kammermusiker
  • Komponist zahlreicher Werke für Klarinette(n) mit Orchester bzw. Klavier sowie von zahlreichen Liedern
  • gab um 1870 Webers Klarinettenwerke in einer stilbildenden, allerdings die Intentionen des Komponisten teils verfälschenden Ausgabe heraus
  • entwickelte gemeinsam mit dem Instrumentenbauer Georg Ottensteiner eine 18-klappige Klarinette, die bei vielen Klarinettisten (u. a. Richard Mühlfeldt) großen Anklang fand
  • trug eine Autographensammlung zusammen, zu der auch bedeutende Musiker-Handschriften gehörten

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