Michael Beer an Giacomo Meyerbeer
München, Donnerstag, 10. Januar 1833

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Dass Du Heine zum Berichterstatter ... vorgeschlagen, thut mir wahrhaft leid. Wenn Maria Stuarts Wort "Kein Bündniss ist mit dem Gezücht der Schlangen"* je seine richtige Anwendung gefunden, so ist es gewiss auf diesen perfiden alten Menschen. Um so unangenehmer ist’s mir, dass Du ihm die Verpflichtung aufgelegt hast meinen Namen zu nennen. Gieb acht auf welche Weise das geschehen wird. Er wird ihn durch das witzige Gift seines Lobes so geschickt ätzen, dass er einer ächten Müntze nur so lange gleich sieht, als er sich dem geprüften Blick entzieht. Heines Production ist viel gefährlicher als seine Feindschaft. Indess muss man in einer deutschen literarischen Carriere allen Jammer durchmachen und ich entsetze mich nicht eben sehr vor dieser neuen Demüthigung ...[…] Von Wilhelm habe ich gestern Brief in dem er mit wenigen Worten etwas über Eröffnungen, die Herr Bärmann in Betreff deiner Vollendung der Weberschen Pintos gemacht, sagt*.

Apparat

Zusammenfassung

betreffs Vorschlag Meyerbeer, Heine solle über die deutsche Literatur in einem Pariser Journal berichten; über eigene Arbeiten und Studien; über Cottas Tod, die Heinefetter u.a.

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz

Überlieferung

  • Textzeuge: Verbleib unbekannt

    Provenienz

    • Meyer & Ernst, Kat. 29 (1932), Nr. 1064

    Einzelstellenerläuterung

    • „… mit dem Gezücht der Schlangen"“eigentlich Textvers der Königin Elisabeth aus Schillers Trauerspiel „Maria Stuart“ (3. Aufzug, 4. Auftritt).
    • „… Weber schen Pintos gemacht, sagt“zur Vollendung der Drei Pintos vgl. Opernkatalog 2001, S. 133–142.

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