Ambrosius Kühnel an Giacomo Meyerbeer in Paris
Leipzig, Mittwoch, 17. Februar 1813

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d. 17t J. Meyerbeer in Paris.

Ihre Schr. v. 19t v. M. erhielt ich erst gestern. Kam es 3 Tage früher, so kamen Sie noch ins Lexicon, an welchem aber bereits Mo gedruckt wird. Nun! vielleicht benutze ich Ihre Notizen für einen Anhang, wenn Ihnen daran liegt. – Es hat mich nicht wenig gewundert, daß Sie mich so ganz ohne Antwort ließen. Ich habe nun gar nicht mehr auf Ihre Partitur rechnen können, und mich in andere Werke dieser Gattung eingelassen, kann also (der Gattung wegen) Ihr Oratorium nicht verlegen. Warum haben Sie auch fast 1 Jahr nichts geschwiegen? – Wollen Sie mir von Ihren Gesängen und Klaviersachen einiges senden, so und die Bedingungen angeben, so wird mirs lieb seyn. Uiberzeugen Sie sich, daß ich Sie persönlich schätze, und recht sehr an Allem Theil nehme, was Sie betrifft. Können Sie auf Ihren Reisen meine Geschäfte in Verlag und Instrumenten vermehren, so bitte ich sehr darum.

Beer, J. H. in Berlin.

Nach meiner Abrede mit Prof. Wolfsohn sende ich Ihnen die Antwort für Ihren Sohn, die er sehr erwartet. Empfehlen Sie bei Gelegenheit meine Fps u. Musik.

Apparat

Zusammenfassung

wäre sein Brief 3 Tage früher eingetroffen, hätte er ihn noch ins Lexikon aufnehmen können; so muß er ihn auf den Anhang vertrösten; wundert sich über Meyerbeers fast einjähriges Schweigen u. kann nun das Oratorium nicht mehr drucken; wenn er ihm Gesänge oder Klaviersachen sende, wolle er diese nehmen; bittet, für seinen Verlag zu werben

Incipit

Ihr Schr. v. 19t v. M. erhielt ich erst gestern. Kam es 3 Tage

Verantwortlichkeiten

Überlieferung

  • Textzeuge: Frankfurt a. M. (D), C. F. Peters Musikverlag, Archiv (D-Fmp)
    Signatur: Kopierbuch V (1811–1813), S. 262

Textkonstitution

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  • „nichts“durchgestrichen.
  • „so“durchgestrichen.

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