Liebich, Johanna

Liebich, Johanna (Rollenbild als Camma)

Bildquelle

Prager Theater-Almanach auf das Jahr 1808 [= Jg. 1], Tafel IV

Basisdaten

  1. Wimmer, Johanna Geburtsname
  2. Stöger, Johanna Ehename
  3. Zwischen 1. Januar 1773 und 31. Dezember 1774 in Engers, Grafschaft Wied
  4. 13. März 1849 in Wien
  5. Schauspielerin, Theaterdirektorin
  6. Prag, Graz, Wien

Ikonographie

Liebich, Johanna (Rollenbild als Camma)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Theaterdebüt in Prag 1803
  • Silvester 1803 Heirat mit dem Schauspieler Johann Karl Liebich; die Ehe blieb kinderlos
  • unterstützte ihren Ehemann bei der Führung der Theaterdirektion (1806ff.)
  • nach dem Tod des ersten Ehemanns Übernahme der Direktionsgeschäfte am 24. März 1817 lt. AZ 1817 No. 90, unterstützt u. a. durch Johann August Stöger
  • 1822 Rückzug von der Bühne, verließ gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Stöger Prag (Heirat Januar 1833, nach Eisenberg sowie NDB bereits 1822)
  • lebte mit Stöger nachfolgend in Graz, ab 1832 in Wien, ab 1834 wieder in Prag und ab 1848 erneut in Wien
  • der Ehemann adoptierte in Prag Auguste, geb. Brey (geb. ca. 1836/37, später Sängerin, verh. Lehfeld, gest. 9. November 1868)
  • Fachangaben und Wertungen während ihrer Tätigkeit am Prager Ständetheater:
  • Prager Theater-Almanach auf das Jahr 1808, Prag 1807 (= Jg. 1), S. 9: Debüt 1803 als Clara von Hoheneichen
  • Neue Annalen der Literatur des österreichischen Kaiserthumes, Jg. 1 (1807), Intelligenzblatt August, Sp. 90: „Anstandsrollen, und erste Heldinnen, ein schönes Organ, und Studium ihrer Rollen, wird leider durch einen zu dicken Körper verdunkelt, der den Ausdruck ihrer Bewegung fast auf nichts reducirt“
  • Iffland, Almanach fürs Theater, Jg. 1, Berlin 1807, S. 350: „Königinnen, Damen vom Stande, und erste hochtragische Characterrollen“
  • Iffland, Almanach fürs Theater, Jg. 3, Berlin 1809, S. 158: „erste hochtragische Karakterrollen, serieuse Mütter“
  • Schmidt, Almanach für Theater 1812, Leipzig 1811, S. 175: „serieuse Mütter, Königinnen und Damen von Stande“
  • Theater-Zeitung, Wien, Jg. 6, Nr. 41 (7. April 1813), S. 164: „verdient alles Lob im Fache der zärtlichen Mütter, weniger ergötzt sie uns als Heldenfrau“; Widerspruch gegenüber der Einschränkung ebd., Nr. 51 (29. April 1813), S. 204 (eine Künstlerin, „auf die jedes Theater Ursache hätte, stolz zu seyn“)
  • Allgemeiner Deutscher Theater-Anzeiger, hg. von Daniel Gottlieb Quandt, Prag, Jg. 4 (1814), Nr. 24, S. 96: „spielt erste serieuse Mütter, Königinnen, Damen von Stande“
  • Lembert/Carl, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde für das Jahr 1816, Stuttgart, München 1815, S. 207: „erste serieuse und zärtliche Mütter, Anstands- und Helden-Rollen“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1817, Stuttgart 1816, S. 470: „serieuse Mütter Damen, Königinnen“
  • Bäuerle, Taschenbuch für die deutsche Schaubühne auf das Jahr 1817, Wien 1816, S. 92: „Im Schauspiel edle Mütter und Anstandsrollen, besitzt als eine Künstlerinn der ersten Klasse unsere innigste Verehrung.“
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 2, Nr. 12 (Dezember 1817), S. 337: „Theater-Unternehmerin“, „spielt Anstandsrollen und zärtliche Mütter“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1821, Wien 1820, S. 294: „Edle Mütter, Anstandsrollen“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1822, Wien 1821, S. 286: „zärtliche Mütter“ (ebenso in: Klingemann, Allgemeiner deutscher Theater-Almanach für das Jahr 1822, Braunschweig 1822, S. 452)
  • Adolf von Schaden, Kritischer Bockssprung von Dresden nach Prag; ein neues Capriccio, als Gegenstück des Katersprunges, Schneeberg 1822 [Rückblick auf eine Prag-Reise Ende 1821], S. 216: „Zärtliche Mutter: Oberförsterin, Bertha, in, die Hussiten &c. Ziemlich vollendete Künstlerin – viel Theaterroutine – vom Publikum wohl gelitten.“

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