Adolph Martin Schlesinger an Carl Maria von Weber
Berlin, zwischen März und Mai 1820

[...] – Was Sie mir über das Honorar der Oper: Die Jägerbraut, geschrieben, darauf habe ich die Ehre Ihnen Folgendes zu erwiedern:

Wenn Herr Simrock auch für den Abu Hassan in 1 Akt 20 Friedrichsd’or gegeben hat, so folgt daraus noch nicht, daß man für Opern von 3 Akten dreimal so viel giebt, denn die Oper von 3 Akten kann nicht so groß sein, wie drei Opern von 1 Akt, und wenn Herr Simrock sich für den Abu Hassan Rth. 2. 12 bis 3 Rth. bezahlen lassen wird, so kann er unmöglich für eine Oper von 3 Akten das Dreifache sich zahlen lassen. Folglich auch kein dreifaches Honorar geben. Ferner wissen Sie es selbst, werther Herr Capellmeister, daß meine Herren Collegen wohl ein oder zwei Werke kaufen, wo sie es auf einige Friedrichsd’or nicht ankommen lassen, um mir zu schaden, aber im Großen, geben sie doch nicht dieserhalb Louisd’ors hin, und geben nicht leicht Rth. 1000 für Manuscripte. Ich werde Ihnen demnach Rth. 220 für den Klavier-Auszug geben, und Sie werden ihn mir erlassen. Lassen Sie mich wissen, wenn Sie glauben, daß sie aufgeführt wird.

Wegen des Agio zwischen Courant und Louisd’or werde ich mich mit Ihnen gewiß nicht streiten. Ich habe Sie zu lieb, und Sie sind mir zu werth, als daß ich mit Ihnen solcher Kleinigkeit wegen streiten sollte, wenn Sie es gern haben wollen. […]

Apparat

Zusammenfassung

hält Weber seine Honorarforderungen für Freischütz im Vergleich zu Simrocks Abu-Hassan-Honorar vor; bietet ihm 220 rthlr für den KlavA; will sich mit ihm über den "Agio" zwischen Courant und Ldor gütlich einigen, da er ihm sehr zugeneigt sei. (unvollständig!)

Incipit

... Was Sie mir über das Honorar der Oper

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Frank Ziegler

Überlieferung

Textzeuge

Verbleib unbekannt

Weitere Textquellen
  • / tV: MMW II, S. 270–271;

Textkonstitution

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