Weinmüller, Johann

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Basisdaten

  1. 1772 in Hohenfurth (Böhmen)
  2. 5. März 1854 in München
  3. Schauspieler, Theaterdirektor
  4. Bayern, Straßburg, Basel

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Prinzipal einer reisenden Theatergesellschaft in Straubing (1803), Landshut, Ingolstadt, Passau (Winter 1806/07), Freising, Landsberg, Wasserburg, Mühldorf, Eichstätt
  • etablierte 1809 ein neues Theater in der Münchner Vorstadt, vgl. Journal des Luxus und der Moden (März 1809, S. 161f.); dort gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Nanette, geb. Scharnberg (1785–1843), und Sohn Niklas (aus 1. Ehe?, bereits 1811 in Kinderrollen bezeugt); der hölzerne Theaterbau brannte am 1. März 1811 ab, vgl. Journal des Luxus und der Moden (Juni 1811, S. 363f.); ab April 1812 neues (königlich privilegiertes) Vorstadt-Theater
  • ab Oktober 1812 Direktor des neuerbauten Theaters am Isartor, dort 1813 auch Sohn Johann (aus 1. Ehe, geb. 4. Dezember 1801 in Laibach, gest. 29. Januar 1859 in München, dort Theater-Inspizient) in Kinderrollen bezeugt
  • übergab die Theater-Direktion aus gesundheitlichen Gründen an Carl Carl
  • als Schauspieler bis ca. 1820 weiter am Isartor-Theater tätig, Fach: 3. Väter, Greise, komische Charakterrollen (die Ehefrau spielte 1817 „niedrigkomische Lokal-Rollen“ in Schauspiel und Oper, ist für die Spielzeit 1819/20 nicht mehr im Ensemble vermerkt)
  • bis 1823 einige Zeit Geschäftsführer am Theater Nürnberg, dann dort kurzzeitig stellvertretender Direktor
  • ging 1823 von Nürnberg mit eigener Gesellschaft nach Erlangen
  • August/September 1824 mit seiner Gesellschaft in Bayreuth, unter seiner Direktion dortige Erstaufführung der Preciosa
  • 1824/25 Theaterdirektor in Bamberg, auch dort Aufführung von Preciosa dokumentiert
  • 1825 bis 1828 Theaterdirektor in Regensburg, von dort aus von Oktober bis mindestens Dezember 1827 Abstecher nach Amberg
  • ab April 1828 Vorstellungen in Ingolstadt
  • Ehefrau Nanette Weinmüller annoncierte im Januar 1829 in Regensburg den Verkauf von Theater-Garderobe; vgl. Regensburger Zeitung, 1829, Nr. 18 (21. Januar) sowie Regensburger Wochenblatt, 1829, Nr. 3 (21. Januar)
  • 1829 bis 1834 Theaterdirektor in Augsburg, dort auch Ehefrau Nanette (gest. 1843 in Augsburg) und die Kinder Nanette (ab Okt. 1833 verh. mit August Rothhammer), Fritz, Johann und Sabine bezeugt; von Augsburg aus Abstecher nach Ulm, Kaufbeuren (1832), Freiburg (1832/33), zusätzlich 1833 dreimonatiger Abstecher nach Straßburg, vgl. Der Bayerische Volksfreund, 1833, Nr. 57 (10. April), Sp. 466
  • ab Oktober 1834 bis 1835 Direktor des neuerbauten Theaters in Basel
  • 1837 bis 1841 erneut Theaterdirektor in Augsburg, dort nochmals 1843/44
  • 1844 Direktor in Landshut

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