Carl Maria von Weber an Caroline Brandt in Prag
Liebwerda, Sonntag, 10. Juli 1814 (Nr. 1a)

An

Mademoiselle Brand.

zu

Prag.

durch den

Kutscher Thomas.

Mein liebes gutes Lebe[n!]

In dem Augenblikke meiner Ankunft, wo alles auspakt und mein Zimmer durchlauffen wird, der Kutscher der gleich wieder zurük fährt auf diese paar Worte lauert, eile ich dir meine glükliche Ankunft hier zu berichten.

Jede Minute meiner Reise habe ich in Gedanken deinem Thun und Laßen gefolgt, und ich weiß daß du eben so an dein Mukerl dachtest. Gesund bin ich über Erwartung Heute, und so Gott will werde ich in dem friedlichen Stübchen das ich gewählt habe, Zufrieden arbeiten und Jeden Augenblik an die denken, die meine einzige Freude und Hoffnung ist.

Morgen mehr Jezt nur noch die Versicherung der unveränderlichsten Treue und Liebe von Deinem C:

Grüße an die Bach, Eltern, und alle.

Apparat

Zusammenfassung

bestätigt lediglich glückliche Ankunft in Liebwerda.

Incipit

In dem Augenblikke meiner Ankunft, wo alles auspakt

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
Signatur: Weberiana, Cl. II A a.1.1

Quellenbeschreibung

  • 1 Bl. (2 b.S. einschl. Adr.)
  • Siegelspur und -loch
  • auf der Rectoseite oben von Jähns: (No fehlt.) (Geht der No 1 aus Liebwerda voraus.
    Der "10t" in der Unterschrift ist der
    10. Juli. 1814.)
  • auf der Versoseite oben in umgekehrter Schriftrichtung: Carl Maria von Webers erster Brief an seine Braut.
    Eigenhändig - F. W. Jähns.
Weitere Textquellen
  • (Muks), S. 37 (Nr. 1).

Textkonstitution

  • "in": Hinzufügung.

Einzelstellenerläuterung

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