Carl Maria von Weber an Caroline von Weber in Schandau
Dresden, Dienstag, 31. Juli 1821

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Guten Morgen mein allervortrefflichster Mukelich weiß es, du liegst noch fest unterm Bett Dukelich aber bin schon bey der Handweil der Husten mich aufzustehn ermahnt.Was ich dir hier schikke das weist du ja eh’es ist halt a Zukker und a Kafeneh’.Geschlafen habe ich paßabel Gottlobder Husten ist auch nicht h mehr so teuflisch grobSo wird sich ja alles zum Guten lenkenwird nur der Mukel stets fort an mich denkenrecht brav sein, mich lieb haben fröhligen Muthsso thut er sich selbsten und mir alles Gut’s.jezt kann ich nicht länger ins schreiben versinkendenn meinen Kaffee muß ich auch erst noch trinken.sehn drum die Verse noch sehr nüchtern ausso mache sich nur H: von Mukel nichts draus.Es liebt dich doch ewig und treu in der Thatdein Carl. |: Heute kein Krautsallat :|

Apparat

Zusammenfassung

Brief in Gedichtform mit Reimen, in dem Weber seiner Frau seine Zuneigung beteuert

Incipit

Guten Morgen mein allervortrefflichster Mukes

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Weberiana Cl. II A a 3, 6

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (1 b. S. o. Adr.)
    • Echtheitsbestätigung am unteren Rand der Versoseite von Jähns: Carl Maria von Weber an seine Gattin in Schandau. Juli-August 1821, von Dresden. Eigenhändig.

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • KS 149, S. 530–531

Textkonstitution

  • „h“durchgestrichen.
  • rechGelöschter Text nicht lesbar.
  • „er“über der Zeile hinzugefügt.

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