1. Reaktion von Carl Maria von Weber auf Kritiken zu den Aufführungen der Oper „Das Waldmädchen“

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Beantwortung der zu 54. in Nr. 2. d. Freyb. gem. Nachr. S. 13 befindlichen Rezension.

Daß meine Composition nicht gefallen dürfte, da prämeditirte niedrige, und vom bittersten Neide und Mißgunst gespielte Kabalen die Stimmung zur Aufführung derselben gab, folglich ein verstimmtes Instrument niemals gut klingen kann, mußte ich gewärtigen: warum hat sie denn in Chemnitz gefallen? – weil – rein gestimmt war. – – Mein eigenes Bewußtseyn und das unpartheyische Zeugniß großer Männer und Contrapunktisten, die hier freylich etwas sehr selten seyn dürften, – beruhigen mich, sonst sind meine Blüthen bereits vor zwey Jahren, in den ersten Blättern und im zweyten Bande der berühmten Leipziger musikalischen Zeitung, schon als ziemlich schön und reife Früchte anerkannt worden; übrigens steht meine Originalarbeit jedem zur stündlichen Einsicht offen, und unendlichen Dank dem, so mir meine Fehler zeigt und eines Bessern belehrt.

C. M. v. W.      Compositeur.

Apparat

Zusammenfassung

zynische Reaktion Webers auf die tadelnde Rezension der Freiberger Aufführung des „Waldmädchens“ am 24. November 1800

Generalvermerk

Die drei Reaktionen (vgl. auch Weberschriften) gehören zu einer öffentlichen Zeitungs-Fehde, deren Ursache die Kritik über die Aufführung von Webers Oper Das Waldmädchen am 24. November 1800 in Freiberg war. Obwohl die Beiträge von Weber selbst unterzeichnet wurden, ist höchstwahrscheinlich sein Vater Franz Anton von Weber als Mitautor in Erwägung zu ziehen; vgl. auch die Aufführungsbesprechung sowie die Entgegnungen der Zeitgenossen

Entstehung

Januar 1801

Verantwortlichkeiten

Überlieferung

  • Textzeuge: Gnädigst bewilligte Freyberger gemeinnützige Nachrichten für das Chursächsische Erzgebirge, Jg. 2, Nr. 3 (15. Januar 1801), S. 25

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