Aufführungsbesprechung Mannheim: „Rudolph von Crequi“ von Nicolas Dalayrac am 28. April 1811 in Mannheim

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Hof- und National-Theater in Mannheim.

Sonntag, den 28. April: Rudolph von Crequi*, Oper in drey Aufzügen, Musik von d’Alayrac.

Bei leerem Hause. Verdiente aber auch diese abgelebte Composition die heutige Wiedererweckung? – Freilich bedarf unser Theater, nach dem jetzigen Personalbestand, solcher Art Opern, welche, größtentheils entweder mit Anfängern oder mit Ausgedienten (wenige Sänger ausgenommen) besetzt, noch leidlich gegeben werden können. In der That ist unsere Oper jetzt ein Januskopf, welcher nur Hoffnungen und Erinnerungen weckt.

Mlle. Müller* bestätigte Referentens unlängst gefälltes Urtheil,* daß diese Anfängerin viel verspreche. Carl Ritter* verspricht viel, sowohl im Spiel als auch wohl im Gesange. Auch Mlle. Breyer* verspricht doch immer Etwas. –

Bey dem Gesange der Madame Beck* erinnerte man sich mit Vergnügen ihrer frühern Zeiten. Herr Gerl* zeigte, daß er noch recht gut zu singen vermöchte, wäre es ihm mehr Ernst um die Kunst und das Cultiviren derselben. Auch sein Spiel war lobenswerth. Der langgediente Herr Backhaus* gab den gutmüthigen Alten recht brav.

G. Giusto.

Apparat

Generalvermerk

Zuschreibung: Sigle

Entstehung

Verantwortlichkeiten

Überlieferung

  • Textzeuge: Badisches Magazin, Jg. 1, Nr. 51 (30. April 1811), S. 204

    Einzelstellenerläuterung

    • „Rudolph von Crequi“EA Mannheim: 25. Mai 1794.
    • „Mlle. Müller“Nannette Müller trat als Heinrich (Eloi) auf.
    • „Referentens unlängst gefälltes Urtheil,“vgl. die Kritik ihrer Darstellung des Sextus in Mozarts Titus (1811-V-10).
    • „Carl Ritter“Rolle: Der junge Konrad (Craon).
    • „Mlle. Breyer“Rolle: Susanne (Bathilde).
    • „Madame Beck“Rolle: Elise (Adèle) von Crequi.
    • „Herr Gerl“Rolle: Ludger.
    • „Herr Backhaus“Rolle: Gerhard von Crequi.

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