Nissen, Georg Nikolaus

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Basisdaten

  1. 22. Januar 1761 in Hadersleben (Haderslev)/ Schleswig
  2. 24. März 1826 in Salzburg
  3. Diplomat
  4. Regensburg, Wien, Kopenhagen, Salzburg

Ikonographie

Georg Nikolaus Nissen. Gemälde von Ferdinand Jagemann, 1809 (Quelle: Wikimedia)
Nissens Grabmal in Salzburg (Quelle: Wikimedia)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn des Kaufmanns Jens Nissen und dessen Frau Anna Elisabeth, geb. Zoëga
  • Erziehung bei den Brüdern der Mutter Propst Vilhad Zoëga in Mögeltondern und danach Justizrat Georg Zoëga in Kopenhagen, in dessen Kontor er arbeitete
  • ab 1778 Jura-Studium in Kopenhagen
  • 1781 Amt eines Bevollmächtigten im dänischen Generalpostamt
  • 1790 Eintritt in den diplomatischen Dienst als Legationssekretär beim Reichstag in Regensburg (Bestallung am 29. Januar 1790), danach bei der dänischen Gesandtschaft in Wien (Berufung bereits 1792, Amtsantritt 1793), 1802 Erhebung zum Legationsrat (Rang eines Justizrats), zwischen 1805 und 1810 Geschäftsträger der Gesandtschaft, danach Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen
  • ab 1797 engere Bekanntschaft mit Mozarts Witwe Constanze
  • ordnete 1798 gemeinsam mit Maximilian Stadler den musikalischen Nachlass Mozarts
  • am 26. Juni 1809 Heirat mit Constanze Mozart in Pressburg, wohin beide vermutlich aufgrund von Kriegshandlungen (napoleonische Truppen auf dem Vormarsch auf Wien) vorübergehend geflohen waren (Rückkehr nach Wien im August)
  • 1809 zum Ritter vom Danebrog-Orden (3. Klasse) erhoben
  • ab 1810 in Kopenhagen Zensor für politische Zeitungen
  • nahm 1820 seinen Abschied und ließ sich nach ausgedehnten Reisen (u. a. Treffen mit Carl Maria von Weber am 22. Oktober 1820 in Altona) in Salzburg nieder
  • arbeitete an einer umfangreichen Mozart-Biographie, die erst nach seinem Tod erschien (1828)

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