Bayer, Franz Rudolph

Bayer, Franz Rudolf (Rollenbild als Katumer in Camma)

Bildquelle

Prager Theater-Almanach auf das Jahr 1808 [= Jg. 1], Tafel VIII

Basisdaten

  1. Bayer, Franz Rudolf; Beyer, Franz Rudolph Weitere Namen
  2. 30. November 1780 in Wien
  3. 25. April 1860 in Dresden
  4. Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller, Maler
  5. Wien, Prag, Dresden

Ikonographie

Bayer, Franz Rudolf (Rollenbild als Katumer in Camma)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn eines Apothekers
  • Praktikant bei der Hofbuchhaltung im Münz- und Bergwesen in Wien
  • zunächst als Schauspieler bei einem Liebhabertheater in Wien (1802), dort von Solbrig für das Prager Theater engagiert
  • Debüt am 19. November 1802 am Ständetheater in Prag (Heldenrollen), wo er bis zu seiner Pensionierung (19. April 1844) blieb, 1816 bis 1818 auch als Regisseur tätig
  • Gastspiele in Wien 1807, 1817, 1818, 1819, 1827, 1842
  • Gastspiel in Berlin 6. - 19. September 1815 (Empfehlungsbrief von Weber vom 25. Juli 1815)
  • verheiratet mit Veronika, geb. Müller; Vater der Schauspielerin Marie Bayer (1820–1910, verh. Bürck, später verh. von Falkenstein) sowie des Architekten Rudolf Bayer (1825–1878)
  • verbrachte seinen Lebensabend in Dresden
  • Fachangaben und Wertungen während seiner Tätigkeit am Prager Ständetheater:
  • Prager Theater-Almanach auf das Jahr 1808, Prag 1807 (= Jg. 1), S. 5: Debüt 1802 als Eduard Ruhberg im Verbrechen aus Ehrsucht
  • Neue Annalen der Literatur des österreichischen Kaiserthumes, Jg. 1 (1807), Intelligenzblatt August, Sp. 89: „spielt Helden und ähnliche Charaktere. Ein seltenes dramatisches Talent, erst einige Jahre beym Theater und kann, wenn er so fortfährt in Anstandsrollen einst der Stolz einer Bühne werden; als Liebhaber hat er eine abschreckende Kälte“
  • Iffland, Almanach fürs Theater, Jg. 1, Berlin 1807, S. 350: „erste gesetzte Liebhaber und Helden“ (ebenso in: Iffland, Almanach fürs Theater, Jg. 3, Berlin 1809, S. 158; Allgemeiner Deutscher Theater-Anzeiger, hg. von Daniel Gottlieb Quandt, Prag, Jg. 4 (1814), Nr. 24, S. 95; Lembert/Carl, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde für das Jahr 1816, Stuttgart, München 1815, S. 205)
  • Schmidt, Almanach für Theater 1812, Leipzig 1811, S. 174: „Helden und serieuse Liebhaber“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1817, Stuttgart 1816, S. 468: „Helden und gesetzte Liebhaber“
  • Theater-Zeitung, Wien, Jg. 6, Nr. 41 (7. April 1813), S. 164: „Held, zeigt eine kräftige Natur, und durchdachtes Spiel, führt den gewöhnlichen richtig aufgefaßten Charakter mit vieler Kunst bis ans Ende; nur läßt er sich durch seinen Eifer oft zu sehr hinreißen““; Widerspruch ebd., Nr. 51 (29. April 1813), S. 204: „Was seinem Künstlerverdienst die Krone aufsetzt, ist eben seine weise Mässigung im Sturme der Leidenschaft, seine meisterhafte Berechnung des Affekts“
  • Bäuerle, Taschenbuch für die deutsche Schaubühne auf das Jahr 1817, Wien 1816, S. 89: „Die Regie hat seit kurzem Herr Bayer übernommen; Ein würdiger Künstler der seit Jahren im Heldenfache an unserer Bühne glänzt, und ausgezeichnete Achtung genießet.“
  • laut Carl Maria von Webers Notizen-Buch fast nie im Musiktheater eingesetzt (u. a. als Jason in Medea von Benda)
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 2, Nr. 12 (Dezember 1817), S. 337: „Regisseur, erste Helden- Anstands- und Charakterrollen, zärtliche Väter“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1821, Wien 1820, S. 295: „Helden- u. Charakterrollen. Ein Künstler von anerkanntem Rufe und Verdienst. Mit Recht ein Liebling des Prager Publikums.“
  • Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1822, Wien 1821, S. 286: „Helden und Charakterrollen“ (ebenso in: Lembert, Taschenbuch für Schauspieler und Schauspielfreunde auf das Jahr 1823, Wien 1822, S. 304)
  • Adolf von Schaden, Kritischer Bockssprung von Dresden nach Prag; ein neues Capriccio, als Gegenstück des Katersprunges, Schneeberg 1822 [Rückblick auf eine Prag-Reise Ende 1821], S. 219f.: „Helden- und Charakterrollen: Tell, Wallenstein. Churfürst im Prinzen von Homburg &c. Gute Anlage, und mag früherhin sehr fleißig gewesen seyn. Er ist der ausgezeichnetste Liebling des hiesigen Publikums, drum rathet man ihm wohlmeinend – Prag nie zu verlassen. Zuweilen stellt Herr B. einen verzogenen Liebling dar, ein Fehler, in den alle Günstlinge gar zu leicht verfallen. Herr B. ist auch übrigens ein sehr talentvoller Mann – Dichter, Maler und Mime zugleich.“
  • Klingemann, Allgemeiner deutscher Theater-Almanach für das Jahr 1822, Braunschweig 1822, S. 452: „Helden- und Karakterrollen“
  • Tagebuch der deutschen Bühnen, Jg. 11, Nr. 2 (Februar 1826), S. 55: „erste tragische Charakter- und zärtliche Väterrollen“

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