Blum, Carl

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Basisdaten

  1. Blume, Carl August Wilhelm Weitere Namen
  2. 1786 in Berlin
  3. 2. Juli 1844 in Berlin
  4. Schauspieler, Sänger (Bass), Bühnenschriftsteller, Komponist, Regisseur
  5. Erlangen, Königsberg, Berlin, Wien, Paris

Ikonographie

Carl Blum, Lithographie von Joseph Teltscher (Quelle: Wikimedia)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn von Karl Otto Blum(e), Sekretär der Kriegs- und Domänenkammer (gest. 1801), und dessen Frau Anna Dorothea Sophia, geb. Falcke; älterer Bruder von Heinrich Blume
  • Besuch des französischen Gymnasiums; bereits in jungen Jahren musikalische Ausbildung, Cello-Unterricht bei Heinrich Gross; außerdem Unterricht in Zeichnen/Malen und Kupferstecherei in der Kunstakademie
  • nach dem Tod des Vaters 16-jährig erster Bühnenauftritt am Thalia-Theater in Berlin
  • 1803 Schauspielengagement unter Quandt in Erlangen
  • ab 1. Juli 1804 am Theater Königsberg, dort noch 1814 nachgewiesen, „hat sich hier zum Bassisten gebildet, und er ist sehr brav“ (AmZ 1809, Sp. 639)
  • in Königsberg weitere musikalische Unterweisungen durch Friedrich Adam Hiller, erlernte außerdem das Gitarrenspiel
  • nach Übersiedlung des preußischen Hofes nach Königsberg vorübergehend Musiklehrer der Prinzessin Marianne
  • nach 1813 Heirat mit Antoinette, geb. Toscani (Trennung vor 1816)
  • nach längerem Aufenthalt in Berlin ab 1817 in Wien, nahm Unterricht bei Salieri, ab 1818 Mitglied der Ludlamshöhle (Vereinsname: Blümel der Allesser); von Wien aus angeblich Reise nach Italien
  • 1820/21 Aufenthalt in Paris (dort Ernennung zum preußischen Hofkomponisten), Bekanntschaft u. a. mit Cherubini Boieldieu und Auber
  • ab 1821 wieder in Berlin, lt. AmZ 1823 (Sp. 420, Berlin-Bericht vom Mai 1823) in den Königlichen Schauspielen „kürzlich Regisseur der Oper geworden“; weiterhin auch Konzertauftritte als Sänger und Gitarrist
  • um den Jahreswechsel 1826/27 Wechsel vom Königlichen ans Königsstädtische Theater in Berlin, dort technischer Direktor (vgl. AmZ 1827, Sp. 113), im Frühjahr Italien-Reise (vgl. AmZ 1827, Sp. 428), legte am 1. Februar 1829 sein Amt nieder (vgl. AmZ 1829, Sp. 131)
  • Anfang 1830 kurze Reise nach Paris
  • ab 1832 erneut Regisseur an der Hofoper (vgl. AmZ 1832, Sp. 701) bis zum Tod (sein Nachfolger wurde Bader, vgl. AmZ 1844, Sp. 743)
  • widmete Carl Maria von Weber sein Siegeslied der Kreuzfahrer bei Eroberung des heiligen Grabes op. 67, Partitur bei Schott, Mainz (PN: 1690); vgl. auch Blums Brief an Schott vom 10. Dezember 1821: „Die Dedication auf dem Siegeslied der Kreutzfahrer ändern Sie gefälligst anstatt an Kap. Wagner an Herrn Carl Maria v. Weber erstem Königl. Sächsischen Hofkapellmeister, weil ich Herrn Wagner in Wien bei Steiner ein Chor dedicirt habe, und in Dresden Kirchenmusik ist.“ (D-B, Schott-Archiv, Nr. 48476, Bl. 8): Weber erhielt laut Tagebuch ein Exemplar am 4. Februar 1822.
  • arrangierte aus Liedern und weiterer Musik Webers das Liederspiel Die Rückkehr ins Dörfchen (UA am Königsstädtischen Theater in Berlin am 13. April 1829)
  • zu seinen Werken zählen: Lustspiele für die deutsche Bühne, 1824; Vaudevilles, 2 Bde, 1824–26; Neue Bühnenstücke 1828; Neue Theaterspiele 1830; Theater, 4 Bde, 1839–44; Opern und Singspiele (schuf auch Übersetzungen von Bühnenwerken bzw. Opernlibretti aus dem Französischen und Italienischen)

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