Margarethe Lang an Carl Maria von Weber
1809

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Hoch – Wohl – Edel – tugendhaft – siebherzig und was weiß ich noch alles Geborener!

Die Zeit ist zu kurz und der Verstand von Gretchen Lang nicht lang genug, um wie Sie in Hexametern zu schreiben, darum sage ich Ihnen eiligst in Prosa sub Rosa (nicht Rosa Bautze), daß wir gesonnen sind, sobald Sie gewonnen und dann noch gesonnen sind die Kleopatra zu spielen und der Hiemer gesonnen ist die Octavia, die erst Lehr unbesonnen genug war spielen zu wollen, also Hiemer nun gesonnen ist zu spielen, wir also nun gesonnen sind es nach Untergang der nächsten Sonne aufzuführen, dafern Sie gesonnen sind den Spaß mitzumachen und uns die Ehre Ihr Talent zu bewundernden Vergnügen gesetzmäßig beizutragen. Verstanden? Es heißt nämlich: Morgen Abend möchten wir gern Probe hier machen, kommen Sie also bis sechs Uhr hierher, damit wir probiren können die Probe zu probiren.

Ihre Sie eben so hochverehrende als tief schätzende und zärtlich liebende Gretchen Lang
Wird Ihnen nicht bang
Um Ende und Anfang
meines Verstands?

Viel tausend Grüße, Küsse und Schüsse an Fausts Höllenfahrt!

Apparat

Zusammenfassung

humorvolle Einladung zu einer Probe eines Stückes (Kleopatra/Octavia) in privatem Kreise;

Incipit

Die Zeit ist zu kurz und der Verstand

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Frank Ziegler

Überlieferung

Textzeuge

Verbleib unbekannt

Weitere Textquellen
  • MMW I, S. 161;

Textkonstitution

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