Giacomo Meyerbeer an Caroline von Weber in Dresden
Paris, Montag, 20. Oktober 1851

[…] Unter diesen Umständen, hochverehrte Freundin, hat der Inhalt Ihres Briefes einen ganz andern Eindruck auf mich gemacht, als hätte ich denselben in gesunden Tagen erhalten, wo ich nie und nimmermehr und um keinen Preis einem Andern hätte die Ehre überlassen mögen, die hinterlassenen Reliquien des unsterblichen Freundes zu vollenden, so schwierig und verantwortungsvoll mir auch diese Arbeit stets erschienen ist. In diesem Momente fühle ich mich sehr entmuthigt und fürchte, es möge vielleicht eine lange Zeit hingehen, ehe mein geschwächter Körper und Geist wieder im Stande sein wird, an neue musikalische Compositionen zu denken. Ich werde in den nächsten Tagen meine Rückreise nach Berlin antreten. – – – Lassen Sie mir bis dahin Zeit, theure Freundin, diesen hochwichtigen Gegenstand reiflich zu überdenken. Ich gebe Ihnen mein Wort, daß ich im Laufe des nächsten Monats Ihnen das Resultat meines Entschlusses von Berlin aus schreiben werde. […]

Apparat

Zusammenfassung

fühlt sich zur Vollendung des Opernfragments Die drei Pintos aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage

Incipit

Generalvermerk

Datierung lt. Karl von Weber 26. Oktober 1851 (Meyerbeer datiert ihn in seinem Taschenkalender mit 20. Oktober 1851, vgl. Meyerbeer, Giacomo, Briefwechsel und Tagebücher, Bd. 5 (1999), S. 423)

Verantwortlichkeiten

Überlieferung

Textzeuge

Verbleib unbekannt

Weitere Textquellen
  • Carl von Weber, Karl Maria v. Webers unvollendet hinterlassene komische Oper „Die drei Pintos, in: Neue Zeitschrift für Musik, Jg. 55, Bd. 83, Nr. 4 (25. Januar 1888), S. 45

Textkonstitution

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