Karl Jakob Wagner an Josef Schott in Mainz
Darmstadt, Samstag, 30. März 1822

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[…]

Weber will die Anzeige in Ihrem Namen wegen meiner Oper machen. So wie ich sie erhalte, werde ich sie Ihnen senden. Die Art u. Weise wie Sie damit verfahren überlasse ich ganz Ihren Einsichten, da ich von Ihrer Freundschaft überzeugt sind, daß Sie alles anwenden was zu meinem Vortheil gereichen kann. Ich konnte den Brief wegen Stöhrung gestern nicht endigen. Was zum Teufel haben Sie gemacht? Sie kommen in einen barbarischen Prozeß! Der junge Schlösinger aus Berlin war hier u. hat eine fürchterliche Anklage gegen Sie eingegeben, daß Sie ihm vom Freyschütz nachgestochen haben. Er hat selbst beym Grosherzog Audienz gehabt, die bey eine Stunde gedauert haben soll. Wenn es los geht nehmen Sie sich zusammen, denn, daß es der Kerl kräftig angefangen hat, bin ich überzeugt. Können Sie ihm nicht beweisen, daß er Ihnen auch nachgestochen hat?? – Ich bin auf die heutige Probe begierich, ob der Grosherzog mir nichts sagt. Sollt es für Sie von intresse seyn, werde ich Ihnen Nachricht geben. Da die Sache wahrscheinlich schnell geht, so machen Sie sich gefaßt, alles ebenso schnell abzuthun. Gottfr. Weber hat er auch Besuch abgestattet. Vielleicht kann der Ihnen Nachricht geben, wie er die Klage beym Hofgericht eingereicht hat. Schlösinger ist gestern von hier nach Maynz abgereist, vielleicht hat er die Sache, bey dem dahigen Tribunal eingereicht?

Ihr ehrfürchtiger Frd
Wagner

Apparat

Zusammenfassung

es geht um die Streitigkeiten zwischen Schlesinger und Schott betreffs Problematik des Nachdruckes vom Freischütz durch Schott

Incipit

Mit dem Klappenhorn verhält sich die Sache so: Der Klappenhornist Walter von Wiesbaden

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: 55 Nachl 100/B, 1451

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (2 b. S. o. Adr.), Empfangsvermerk Wagner in Darmstadt d 30 Merz 1822

    Provenienz

    • Henrici Kat. 46 (13./14. Sept. 1918), Nr. 154

Textkonstitution

  • „sind“sic!
  • „bey“sic!
  • gestern„heute“ durchgestrichen und ersetzt mit „gestern

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