Carl Maria von Weber an Johann Anton André in Offenbach
Frankfurt (Main), Donnerstag, 20. September 1810

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Liebster Freund.

Hiebey folgt 1. Die Simphonie. 2. die 6 Lieder von Gänsbacher. 3. die beyden Liedchen aus Silvana. 4t der Klavierauszug des Rondos, von dem ich Ihnen die Partitur in wenig Tagen schikken werde.*

Herr Beer bedankt sich* herzlichst wie ich für Ihre Freundschaftliche Aufnahme, und bald hoffe ich wieder das Vergnügen zu haben Sie zu sehen. Ihr treuster Freund
von Weber.

in Eile

Apparat

Zusammenfassung

schickt diverse Kompositionen.

Incipit

Hiebey folgt 1. Die Sinfonie. 2. die 6 Lieder von Gänsbacher

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Offenbach (D), Verlagsarchiv André (D-OF)

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (1 b.S. o.Adr.)
    • auf der Rückseite Vermerke vom Verlag?: Frankfurt / den 20. Sept. / Nr 22/9. [Leerzeichen] / v. Weber.

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Hirschberg77, S. 13

    Einzelstellenerläuterung

    • „Hiebey folgt 1. … Tagen schikken werde.“

      Es handelt sich um folgende Werke:

      1. Première / SINFONIE / pour / deux Violons, Alto, Basse, / Flûte, deux Hautbois, deux Bassons, deux Cors, / deux Trompettes & Timbales, / composée et dédiée / à son ami G. WEBER de Mannheim / par / CH. M. DE WEBER../ No. 3162. Prix f. 4,30 xr. / A Offenbach s/M, chez J. André. [JV 50]. Über dieses Werk und das Rondo JV 93 (vgl. Nr. 4) hatte Weber schon am 9. Juli mit André abgeschlossen (vgl. TB). Am 16. August vermerkt er im TB Kopierkosten für das Werk, am 1. Februar 1811 korrigierte er die Stimmen. Das Erscheinen der Sinfonie ist in der AMZ allerdings erst im April 1813 angezeigt.
      2. Johann Gänsbacher, 6 Gesänge op. 9 [VN 3004]. Gänsbacher hatte schon am 10. Juli 1810 an Firmians geschrieben (G 1810–5): ich hoffe daß er [André] 6 meiner Canzonetten sticht. 6 behalte ich für Wien. In den Denkwürdigkeiten (Thaur 1986, S. 38) heißt es dazu: André übernahm 6 von meinen Canzonetten, wozu Weber auch den deutschen Text lieferte, zum Stich. Zu diesen Canzonetten gehört wohl auch das L’amerò sarò costante, das Weber im Juli 1810 in der AMZ veröffentlicht hatte (vgl. Korrespondenz-Nachrichten aus Mannheim). Webers Übersetzungen scheinen nur noch im Konzept zu vier der Lieder erhalten (Übertragungen aus dem Italienischen ins Deutsche zu Gänsbachers Liedern op. 9), vgl. auch Brief Webers an Johann Gänsbacher vom 24. September 1810.
      3. [Nr. 14, Arie des Krips:] Favorit / Gesänge / aus der Oper: / SILVANA / von / Carl Maria von Weber. Klavierauszug. No 1. / Vielleicht. / No 2986. / Preis 18 Xr. / OFFENBACH am Mayn, / bey Joh. André. [PN 2986]; [No. 6, Arie des Krips:] Favorit / Gesänge / aus der Oper: / SILVANA / von / Carl Maria von Weber. Klavierauszug. No 2. / Sah ich sonst ein Mädchen bescheiden und stumm etc. / No 2987 / Preis 18 Xr. / OFFENBACH am Mayn, / bey Joh: André. [PN 2987]. Vgl. dazu auch die Anzeige in Nr. 43 des Allgemeinen Anzeigers der Deutschen vom 13. Februar 1811, Sp. 436 als Favorit-Gesänge aus der Oper Silvana, Nr. 1 und 2, jed. 18 kr. Anfang Juni 1811 erschienen die gleichen Gesänge auch bei Falter in München im Druck; vgl. Hans Schneider, Makarius Falter (1796–1843) und sein Münchner Musikverlag (1796–1888), Tutzing 1993, S. 191. Die Liedchen erfreuten sich offensichtlich großer Beliebtheit, wie zahlreiche weitere Nachdrucke belegen.
      4. Die Partitur zu dem für Louise Frank komponierten Rondo JV 93 übersandte Weber am 18. Oktober (vgl. TB); angezeigt ist das Werk in der AMZ erst im Jg. 14 (1812), im IB 10 vom August.
    • „Herr Beer bedankt sich“ Weber und Meyerbeer waren am 19. September in Offenbach bei André zu Besuch gewesen. (vgl. TB) .

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