Wiebeking, Carl Friedrich von

Basisdaten

  1. 25. Juli 1762 in Wollin
  2. 28. Mai 1842 in München
  3. Hydrotechniker, Architekt, Geograph
  4. Düsseldorf, Darmstadt, Wien, München

Ikonographie

Carl Friedrich von Wiebeking (Quelle: Wikimedia)
Gedenktafel an der Brücke über den Inn bei Rosenheim (Quelle: Wikimedia)
Wiebeking-Karte vom Fürstentum Ratzeburg (Quelle: Wikimedia)
Bildnis des Carl Friedrich Wiebeking, Jacob Ernst Schneeberger - 1801 (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Bildnis Carl Friedrich Wiebeking (1808 von), Jacob Ernst Schneeberger -  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Bildnis des Carl Friedrich Wiebeking, Jacob Ernst Schneeberger - 1801 (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Carl Friedrich von Wiebeking, Anton Wachsmann -  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Wiebeking, Karl Friedrich Ritter,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Wiebeking, Karl Friedrich Ritter,  (Quelle: Digitaler Portraitindex)
Wiebeking, Carl Friedrich von (Quelle: Münchner Stadtmuseum)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Landvermesser in Pommern, Mecklenburg und Thüringen
  • 1777 zeichnete Wiebeking einen Grundriss der Stadt Cammin nebst deren Situationen
  • 1778 Entstehung eines „Planes der Gegend bei Treuenbritzen“ in Altdamm
  • 1779 arbeitete Wiebeking unter Graf Schmettau an der Karte des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz; anschließend führte er Vermessungen im Netzedistrikt und in Pommern durch
  • 1785/86 führte er Vermessungen in den thüringischen Herzogtümern Sachsen-Gotha und Sachsen-Weimar durch
  • 1786 zeichnete er eine Karte des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin, die ab 1788 von Graf Schmettau herausgegeben wurde; sie gilt als seine beste kartographische Leistung
  • Darmstadt und Wien
  • 1788 Heirat mit Charlotte, geb. Rousseau; aus der Ehe gingen ein Sohn Karl Gustav (1792–1827) und zwei Töchter Franziska (Fanny) und Friederike hervor
  • 1790 Übersiedlung nach Darmstadt, wo er als Großherzoglich Hessischer Steuerrat die Inspektion der Rheinkorrektion leitete. Mit den von ihm erstellten genauen Karten nach eigenen Vermessungen legte er die Grundlagen für die im 19. Jahrhundert durchgeführten Regulierungen des Oberrheins. Der badische Ingenieur Johann Gottfried Tulla, der die Rheinbegradigung leitete, war einer seiner Schüler.
  • Ab 1802 war er für drei Jahre als kaiserlich-königlicher Hofrat für Bauangelegenheiten in Wien angestellt. Hier arbeitete er an verschiedenen Projekten wie der Schiffbarmachung der March in Mähren und dem Ausbau der Häfen in Triest, Venedig und Fiume, die zum Teil erst nach seinem Weggang aus Wien in Angriff genommen wurden. Zudem war Wiebeking am Bau der Straße von Rijeka nach Zagreb beteiligt.
  • München
  • 1805 bis 1817 war Wiebeking Königlicher Generaldirektor des gesamten bayerischen Wasser-, Brücken- und Straßenbauwesens. Dort leitete er die Regulierung der südbayerischen Flüsse wie der Isar zwischen 1806 und 1811 und des Inn. Weiterhin arbeitete er an der Regulierung der Donau zwischen Lauingen und Dillingen sowie der Neugestaltung des Hafens von Lindau in den Jahren 1811 und 1812. Zu Wiebekings Verdiensten gehört auch die Anlage von 25 Chausseen in Bayern zwischen 1805 und 1817. Er entwarf rund 40 zwischen 1806 und 1813 errichtete größere Holzbrücken mit breiten Öffnungen, die eine ungehinderte Durchfahrt für die Flussschiffe ermöglichen und durch Treibeis und -holz wenig angreifbar sein sollten. Die Bamberger Regnitzbrücke von 1809 war mit 72 Metern Spannweite die größte hölzerne Bogenbrücke ihrer Zeit.
  • Weber unterrichtete seine Tochter Fanny während seiner Münchner-Aufenthalte 1811 und 1815 im Klavierspiel
  • 1816 Aufnahme in die Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt
  • 1817, nach der Entlassung des Ministers Maximilian von Montgelas, gab W. seine Ämter auf und ging im folgenden Jahr in den Ruhestand. Bis zu seinem Tod publizierte er zahlreiche Schriften zum Bauwesen und zur Architekturgeschichte.

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