Chronik Dresden, Hoftheater vom 15. bis 22. November 1819

Zurück

Chronik der Königl. Schaubühne zu Dresden.

Am 15. Nov. Die Schwestern von Prag. Herr Häser gab den Johann. Im Zwischenakt blies Herr Braun, erster Oboist der Kön. Preuß. Kapelle, auf der Oboe ein Concertino mit gutem Tone und vieler Fertigkeit.

Am 16. Nov. Scherz und Ernst, und die unterbrochene Whistparthie.

Am 18. Nov. Statt der, durch plötzliche Krankheit eines Bühnen-Mitgliedes unmöglich gewordenen, Darstellung des Lustspiels: Das Loch in der Thüre, als Impromptü: Der häusliche Zwist, und Der Vetter aus Bremen, deren rasches und gut eingreifendes Spiel, ohne alle vorgängige Probe, dem Personal der Darsteller viele Ehre machte.

Am 20. Nov. Le cantatrici villane.

Am 21. Nov. Der verbannte Amor. Hr. Bock* trat zuerst in einer größern Rolle, als Student Müller, auf, und gab sehr gute Hoffnungen für künftige, gelungenere Leistungen. Sein Organ, wie sein Aeußeres, ist angenehm, er weiß was er spricht, und hat Gefühl. Drei sehr empfehlende Eigenschaften. Besonders in Stellen, wo Treuherzigkeit vorwaltete, war er recht brav. Seine Aussprache ist dielaktfrei. Abermals ein Vorzug. Wenn er auf die Haltung seines Körpers mehr Aufmerksamkeit wendet, und sein Feuer mehr innere als äußere Wärme erhält, wird er auf der Bahn der wahren Kunst mit Gewinn vorwärts schreiten.

Am 22. Nov. Carlo Fioras.

Apparat

Zusammenfassung

Chronik Dresden, Hoftheater vom 15. bis 22. November 1819

Entstehung

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Fukerider, Andreas

Überlieferung

  • Textzeuge: Abend-Zeitung, Jg. 3, Nr. 286 (30. November 1819), Bl. 2v

    Einzelstellenerläuterung

    • „… verbannte Amor . Hr. Bock“Der Schauspieler war nachfolgend kurzzeitig (vom 1. Dezember 1819 bis 31. Mai 1820) am Dresdner Hoftheater engagiert.

      XML

      Wenn Ihnen auf dieser Seite ein Fehler oder eine Ungenauigkeit aufgefallen ist,
      so bitten wir um eine kurze Nachricht an bugs [@] weber-gesamtausgabe.de.