Aufführungsbesprechung Dresden: Konzert von Julius Benedict am 4. April 1823

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Da Concertmusik eigentlich bey uns nicht existirt, so hatte auch in den letzten drey Monaten nur ein einziges Concert am 4ten April Statt, welches Hr. Benedikt, ein Schüler des Hrn. Kapellmeister von Weber, auf dem Fortepiano gab. Er spielte seines Lehrers älteres, schon oft bey uns gehörtes, Concert in C dur, zwar fertig und fest; nur fehlte ihm die gehörige Delikatesse und Zartheit des Vortrags, er hat zu wenig Cantabile, sein Anschlag ist viel zu hart. Seine eigene Composition eines kleinen niedlichen Gedichts von Metastasio für eine Tenorstimme mit Begleitung des Orchesters, schien uns verfehlt, denn dieser Text eignet sich nicht zu einer Arie nach dem gewöhnlichen Zuschnitt der italienischen Opernarien. Besser war sein Rondo für Fortepiano mit Begleitung des Orchesters. Die beyden schönen Ouverturen zu Faniska und zu Coriolan fanden Beyfall. Mad. Haase sang eine ihr nicht günstige Arie mit obligater Bratsche von Hrn. Kapellmeister Morlacchi.

Apparat

Entstehung

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Jakob, Charlene

Überlieferung

  • Textzeuge: Allgemeine Musikalische Zeitung, Jg. 25, Nr. 33 (13. August 1823), Sp. 528

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