Carl Maria von Weber an Nikolaus Simrock in Bonn
Mannheim, Donnerstag, 6. Dezember 1810 (rückdatiert auf Mittwoch, 5. Dezember)

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Bester Freund!

Ihren Brief und den KlavierAuszug des ersten Tones habe ich gestern erhalten,* durchgesehen und folgt er anbey wieder corrigirt zurük. was mein Quartett betrift so bitte ich es nicht an H: Gayl und Hedler, sondern per Post an H: Geheimen Rath Vogler in Darmstadt zu schikken, da ich diese Gegenden jezt verlaße, und er mir es eiligst nachschikken wird. ich warte sehr darauf, wenn es möglich ist so schikken Sie den ersten Ton auch mit, den ich auch sehr nothwendig brauche weil ich ihn gern aufführen möchte,* und die Stimmen nicht mag frisch schreiben laßen. schikken Sie ja bald Exemplare vom Quartett und 1t Ton hieher, man wartet schon darauf, auch nach Stuttgart.

Sie schreiben mir ja nichts über die Sonaten.* wollen Sie sie oder nicht? – nochmals bitte ich um baldiges Uebersenden meiner Sachen, und bin wie immer Ihr treuster Freund
vWeber.

Editorial

Summary

schickt Korrekturen des Ersten Tons (Klavierauszug); bittet um Zusendung des Quartetts und Ersten Tons.

Incipit

Ihren Brief und den Klavier Auszug des ersten Tons habe ich

General Remark

Laut Tagebuch kann der Brief erst am 6. Dezember 1810 geschrieben sein; er wurde von Weber, dem am schnellstmöglichen Erscheinen des genannten Klavierauszugs gelegen war, vermutlich absichtlich rückdatiert.

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition

  • Text Source: Solothurn (CH), Zentralbibliothek, Musiksammlung (CH-SO)
    Shelf mark: S I 613, Nr. 42

    Physical Description

    • 1 Bl. (1 b.S. o.Adr.)

    Provenance

    • Heck, V.A. (Wien): Liste 205 (o.J.) Nr. 455

    Corresponding sources

    • Hirschberg (77 Briefe), S. 14–15 (Nr. 11)
    • Sigrist, Hans: “Die Zentralbibliothek Solothurn als Schatzkammer”, in: Librarium. Zeitschrift der Schweizer Bibliophilen-Gesellschaft, Zürich, Jg. 28 (1985) Heft 1, S. 114

    Commentary

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