Carl Maria von Weber an Adoph Martin Schlesinger in Berlin
Dresden, Montag, 4. Februar 1822

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Geehrter Herr und Freund!

ad: 1/ habe ich gegen die Wechsel Zahlung Ende Aprill nichts. werde aber natürlich nicht eher auf Sie ziehen, bis die Sachen abgegangen sind.

ad 2) Kann ich nicht auf das Gebot von 500 rh: eingehen*.

Ein Rondo p: Pf: habe ich nicht fertig, und weder Zeit noch Lust eines zu machen.      da Ihnen die Arien pp zuwieder sind, und mir es eben so unangenehm ist daß Sie die Milder Arie, Jubelkantate pp so lange liegen laßen, so ist ja der Ausweg ganz einfach; geben Sie mir für das Fagott Concert, 2 Clarinett Concerte, Ouverture der Silvana, und die 6 Lieder 500 rh: Preuß: Cour: so ist die Sache in Ordnung.

Das Konzertstük bin ich allerdings noch gesonnen an mich zu halten; und 100 rh: würde auch wohl sein Preiß nicht seyn.

Auf meinen Antrag der Ouverture des Freysch: haben Sie mir nicht geantwortet*.

Ich werde wohl erst d: 13t von hier abgehen können, und sehe daher noch Ihrer gefälligen Antwort entgegen.

Ich bedaure Sie herzlich wegen den Nachstich Verdrüßlichkeiten es ist wirklich schändlich.

Einlage bitte an Ihren H: Sohn zu übergeben. Ihre Briefe werde bestens besorgen.

Mit aller Achtung und Freundschaft Ihr
vWeber

Noch eine Frage. Was können Sie wohl nach Ihren Erfahrungen an den Klavierauszug meiner nächsten Oper für ein Honorar wenden, ohne Sich und mir zu nahe zu treten?

Editorial

Summary

kann auf das Angebot von 500 rh: nicht eingehen und will kein Rondo komponieren; macht Alternativ-Vorschlag; sein Konzertstück wolle er noch zurückhalten

Incipit

ad: 1) habe ich gegen die Wechsel Zahlung

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition

  • Text Source: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Shelf mark: Weberiana Cl. II A f 1, 8

    Physical Description

    • 1 Bl. (2 b. S. o. Adr.)
    • Auf der Versoseite Verlagsvermerke: “Dresden d. 4. Febr: 1822 | C. M. v. Weber | beantw d 9 Febr 1822”; für diesen Brief findet sich in Webers Tagebuch kein Eingangsvermerk
    • Bleistift-An und -Unterstreichungen am Rand und unter Werken vermutlich vom Empfänger

    Commentary

    • “… Gebot von 500 rh: eingehen”Zu Webers Verkaufsangebot an Schlesinger vgl. seinen Brief vom 21. Januar 1822.
    • “… haben Sie mir nicht geantwortet”Vgl. Webers Brief an Schlesinger vom 10. Januar 1822.

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