Johann August André an Friedrich Wilhelm Jähns in Berlin
Offenbach, Donnerstag, 20. März 1879

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Herrn F. W. Jähns kgl. Proffessor

& Musikdirector

Berlin S W

Hochgeehrtester Herr!

In Verfolg meiner früheren Mittheilungen, kann ich Ihnen nun zwar die Nachricht geben, daß ich sämmtliche vorfindbare alte Manuscripte aufnehmen & registriren ließ, daß ich aber leider von C. M. von Webernicht ein einziges Manuscript vorfand; Was* ich aber noch mehr bedaure ist der Umstand, daß ich auch nicht einmal Auskunft über einen etwaigen derzeitigen Besitzer geben kann.

Ich vermuthe, daß diese Manuscripte schon zu meines Vaters Lebzeiten von neugirigen Besuchern als Andenken mitgenommen wurden, ohne daß man hier weiter Notiz davon nahm.

Ein Aufruf in entsprechenden Fachzeitschriften, welche Ihr Herr Verleger Ihres Werkes (x) wohl am besten wird besorgen können, dürfte Sie wohl am ehesten zu Ihrem Ziele führen.

Meine Dienste Ihnen auch fernerhin gern zur Verfügung stellend, begrüße ich Sie als Ihr
hochachtungs= und verehrungsvollst
ergebener
Joh. André

(x) C. M. von Weber in seinen Werken

Beilagezettel von Jähns:

Im Verlage v. J. André erschien an Werken v. C. M. v. Weber :

Erschien:

1812: Sinfonie N. I. Cdur . Ohne opus=Zahl. Weber sendete das Manuscript am 20. Sept 1810

u. erhielt das 1ste gestochene Exemplar 28. Sept. 1812

? Sieben Variationen über ein Original= Thema. F dur. op. 9. In Ihrem Verlage zuerst als op. 5 erschienen.

? Serenade. „Horch, leise horch, Geliebte“ ohne opus=Zahl

1810: Recitativ u. Rondo für SopranIl momento s’avvicina“ „Ja, der Augenblick erscheinet“ mit Orchester. Erste Correctur vom Clav.=Auszuge erhält Weber am 28. Sept. 1810. Vollendet wurde das Werk von Weber 19. Mai 1810 zu Heidelberg.—

Ohne opus Zahl erschienen:

1812. Concert f. Pfte No I. Op. 11 C dur .

Vollendet v. Weber am 4. Oct. 1810. Gesendet an den Verleger am 18. Oct. 1810.

1stes Exemplalr erhielt Weber am 28. Sept. 1812.

Autograph der Partitur?

Autograph des Clav.=Ausz.s.?

Eben so? bei Recit. u.Rondo f. Sopran.

Apparat

Zusammenfassung

hat Durchsicht der Hinterlassenschaften beendet und nichts von Weber gefunden. Vermutet, dass schon zu seines Vaters Lebzeiten Manuskripte von neugierigen Besuchern als Andenken mitgenommen wurden, empfiehlt Jähns durch seinen Verleger einen Aufruf in Fachzeitschriften zu veranlassen

Incipit

In Verfolg meiner früheren Mittheilungen, kann ich Ihnen nun zwar

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Weberiana Cl. X, Nr. 7

    Quellenbeschreibung

    • 1 DBl. (2 b. S.)

Textkonstitution

  • „Proffessor“sic!
  • „hier“über der Zeile hinzugefügt.

Einzelstellenerläuterung

  • „… ein einziges Manuscript vorfand; Was“ korrigiert aus: was .

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