Carl Ludwig Wilhelm Baermann an Friedrich Wilhelm Jähns in Berlin
München, Donnerstag, 3. Mai 1877

Lieber Herzensfreund!

Seyen Sie mir nicht böse daß ich Ihre letzte Anfrage so lange unbeantwortet ließ, allein ich war ohngefähr 3 Wochen mit meiner lieben guten Frau auf Besuch in Ingolstadt bei meinem Sohne Fritz, und bin erst 3 Tage wieder hier, wo ich allerlei Nöthiges vorfand.

Leider kann ich Ihnen über das „Waldmädchen* nichts erfreuliches mittheilen den[n]:

 

„Weder im Felde noch auf der Flur“

„vom Waldmädchen eine Spur!“

 

Es hat sich in der Theater-Bibliotheck nichts gefunden als der Klavierauszug von „Silvana“. –

Bei dem großen Theaterbrand ist eben ganz unmenschlich viel zu Grunde gegangen –

Von Lienau hab ich noch kein Wörtchen gehört u. gesehen.

Tausend Grüße, ich muß heute leider schließen denn ich bin über Hals u. Kopf beschäftigt. In alter treuster Liebe Ihr
Baermann

Apparat

Zusammenfassung

Abermalige Suche nach dem Waldmädchen war erfolglos, nur Kl.A. von Silvana in der Theaterbibliothek vorhanden

Incipit

Seyen Sie mir nicht böse daß ich Ihre letzte Anfrage

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  1. Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Weberiana Cl. X, Nr. 33

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (1 b. S. o. Adr.)

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Eveline Bartlitz, „Ich habe das Schicksal stets lange Briefe zu schreiben ...“. Der Brief-Nachlaß von Friedrich Wilhelm Jähns in der Staatsbibliothek zu Berlin – PK. Die Briefe Carl Baermanns an Friedrich Wilhelm Jähns, in: Weberiana. Mitteilungen der Internationalen Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft e. V., Heft 8 (1999), S. 5–47

Einzelstellenerläuterung

  • „… über das „ Waldmädchen ““Oper Das Waldmädchen (JV Anh. 1).

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