Carl August Böttiger an Heinrich Blümner in Leipzig
Dresden, Dienstag, 15. Januar 1822

Mein edler Freund!

[…] Das Theater bleibt nun bis zum Sontag ge[schlossen] daß wird der Hof schwerlich vor dem 4ten Februar ins Theater [gehen] daß wird wohl auch den Freischütz bis gegen den 28ten Januar hinaus[zögern]* erst große Redout, zu der bereits alle Logen im großen Opernhaus […] genommen waren, wird wohl auch um 8–10 Tage noch verschoben werden.[…]

Unwandelbar
Ihr B.

Apparat

Zusammenfassung

schickt ihm Auszug eines Briefes an Griesinger in Wien in einer Abschrift seines Sohnes, in dem er die Ereignisse am Hofe schildert, die durch den plötzlichen Tod des Prinzen Clemens entstanden sind; die erforderliche Schließung des Theaters für einige Tage macht die Verschiebung der Freischütz-Erstaufführung auf Ende Januar notwendig; desweiteren geht es um eine literarische Rezension, von der er gern den Verfasser wüsste; leitet eine Frage von Tieck weiter, ob Blümner eine Rezension Voß/Shakespeare übernehmen wolle und letztlich um die Schauspielerin und Sängerin Friederike Schirmer

Incipit

Ich ließ so eben durch meinen Sohn den Theil des Briefes Copiren, den ich an den sächs. Legationsrath Griesinger in Wien schrieb.

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz

Überlieferung

  1. Leipzig (D), Stadtgeschichtliches Museum, Bibliothek (D-LEsm)
    Signatur: A/2012/128

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (2 beschr. S.)
    • Textverluste durch Ausrisse
    • beiliegend Abschrift von Gustav Böttiger eines nach Wien gesendeten Briefes vom selben Datum, auch 1 Bl. (2 beschr. S.), ebenso mit Textverlusten

Textkonstitution

  • Unleserliche Stelle

Einzelstellenerläuterung

  • „… 28 ten Januar hinaus zögern“Der 15. Januar war ein Dienstag, der Freischütz wurde zum erstenmal in Dresden am Samstag, 26. Januar 1822 aufgeführt. Hoftrauer war erforderlich wegen des plötzlichen Todes des Prinzen Clemens am 4. Januar 1822 in Pisa.

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