Carl Graf von Brühl an Hinrich Lichtenstein in Berlin
Berlin, Montag, 19. April 1824

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Mit herzlichstem Danke sende ich Ew Wohlgebohren hier die mir vertrauten Acten Stücke zurück. Webers Brief ist vortrefflich und verdiente wenigstens im extract die größte publicitaet. Einige Stellen sind zwar vortrefflich auf den Mann berechnet, dürften aber Weber für allzugroße Zuversicht auf seinen eignen Werth ausgelegt werden. Um Ihnen werther Herr Profeßor einen kleinen Begriff von den Grobheiten zu geben welche ich jedesmal erdulden muß, wenn ich etwas gutes durchsetzen will, lege ich Ihnen hier mein Theil der über Eurianthe geführten Correspondenz bey. NB in der unglaublichen Dienst Instruktion des Spontini steht allerdings daß ich keine Partitur kauffen soll ehe sie nicht von der G. M. Direktion für gut befunden worden. Im vorliegenden Falle bin ich zum Glück ganz im Rechte, denn ich habe die Oper zwar bestellt, aber noch nicht honorirt, und bey einem Werke Webers | kann wohl über die Annahme kein Zweifel seyn.

So lange ich übrigens noch in diesem plautzigen Thespis Karren eingespannt bin, werde ich die Sache unseres Freundes Weber gewiß mit aller Kraft vertreten.

Empfangen Sie werther Herr Professor die Versicherung m[einer] ausgezeichneten Hochachtung und freundschaftlichsten Ergegenheit Brühl

Apparat

Zusammenfassung

sendet ihm die anvertrauten Akten zurück; Webers Brief verdiene Öffentlichkeit; fügt eigene Korresp. mit Sp. bei u. rechtfertigt seine Bestellung der Partitur, durch die er sich nicht ins Unrecht gesetzt habe, da das Werk noch nicht honoriert sei

Incipit

Mit herzlichstem Danke sende ich Ew Wohlgebohren

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Solveig Schreiter

Überlieferung

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