Fürstenau, Anton Bernhard

Fürstenau, Anton Bernhard

Bildquelle

Karl Laux: Carl Maria von Weber, Leipzig 1978, S. 100

Basisdaten

  1. 20. Oktober 1792 in Münster
  2. 18. November 1852 in Dresden
  3. Flötist, Komponist, Musiklehrer, Autor
  4. Oldenburg, Frankfurt am Main, Dresden

Ikonographie

Fürstenau, Anton Bernhard
Anton Bernhard Fürstenau, Lithographie von Josef Kriehuber, um 1830 (Quelle: Wikimedia)
Bildnis des Anton Bernhard F�rstenau, Franz Heinrich K hler - 1821/1833 (Quelle: Digitaler Portraitindex)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Anton Bernhard Fürstenau war Sohn des Flötisten und Komponisten Caspar Fürstenau (1772–1819) und dessen erster Ehefrau Theodora, geb. Buschmann (1771–1799) und Vater von dem Flötisten Moritz Fürstenau (1824–1889)
  • seine Familie zog 1793 nach Oldenburg
  • er erhielt Unterricht in Musik durch seinen Vater (seit 6. Lebensjahr: Flöten-Unterricht; Mit 7 Jahren trat er schon öffentlich in einem Hofkonzert in Oldenburg auf; 1803 machte er seine erste Kunstreise über Hamburg bis nach Kopenhagen (nach einigen Ausflügen nach Bremen)
  • 1804 wurde er Mitglied des Oldenburgischen Hoforchesters
  • 1805 zweite Kunstreise durch Deutschland und Russland bis St. Petersburg
  • mit 12 Jahren wurde er als herzoglicher Kapellmusikus in Oldenburg angestellt; 1811 wurde die oldenburgische Kapelle aufgelöst; im gleichen Jahr begleitete er seinen Vater 1811 auf Reisen durch einen großen Teil Europas, wobei er Proben seines ausgezeichneten Flötenspiels gab (Neuer Nekrolog). Vater und Sohn unternahmen große Wanderung (Oldenburg blieb immer der eigentliche Wohnsitz)
  • 1815 lernte er C. M. von Weber kennen, der ihn 1820 nach Dresden holte
  • Fürstenau nahm 1817 eine Anstellung am Orchester zu Frankfurt/Main an (Familie folgte dorthin), wegen seines Wunsches, sich niederzulassen und wegen der angeschlagenen Gesundheit seines Vaters
  • er hatte Umgang mit Vollweiler (förderlich für theoretische Ausbildung)
  • bereiste 1818 das südliche Deutschland und Holland. Seine Familie zog wieder nach Oldenburg
  • Fürstenau spielte 1819 während des Kongresses in Aachen und kehrte auch wieder nach Oldenburg zurück
  • am 11. Mai 1819 starb sein Vater, sodass er die Familie ernähren musste
  • am 3. Oktober 1819 Heirat mit Justine Friederike Juliane Gent, sie starb bereits am 12. November des gleichen Jahres in Hamburg
  • vom 3. März 1820 bis 18. November 1852 war er Erster Flötist in der Dresdner Hofkapelle; er unternahm weitere Kunstreisen (Dänemark, Schweden, Holland, Deutschland)
  • am 15. Oktober 1821 zweite Eheschließung mit Antonie Schmidt, Tochter des Dresdner Kammermusikus Franz Schmidt, aus der Verbindung gingen sieben Kinder hervor, als ältester Sohn Moritz (1824–1889)
  • 1826 begleitete er C. M. von Weber auf dessen letzter Reise nach London über Paris
  • er trat in London auf, sagte aber ein Benefizkonzert wegen Webers Krankheit ab
  • Mitglied des Komitees, das die Beisetzung Webers in London organisierte
  • 1843 gab er sein letztes Konzert in Dresden
  • bis zu seinem Tode war er Custos der Kgl. Musikaliensammlung in Dresden
  • er hatte eine große Anzahl von Schülern, die seine Methode weiterverbreiteten
  • gab eine vielbeachtete Flötenschule heraus, die auch in Frankreich und England mehrfach nachgedruckt wurde (Neuer Nekr.)
  • zu seinen Werken zählen u.a. Konzerte, Variationen, Rondos, 2 Flötenschulen, (laut ADB 147 hg. Werke)
  • Aufsätze in musikal. Zeitungen; s. Raßmann bzw. Meusel, DBI

Anstellung/Gehalt

Der Flötenspieler A. Fürstenau aus Oldenburg wird laut Schreiben vom 8. März 1820 ab Anfang März in Dresden mit 400 rh und 200 rh Zulage eingestellt [D-Dla, Loc. 15146, Vol. XXI, 117ff. bzw. 125ff.] .

Unterstützungsgesuch

Er legte am 23. September 1826 ein Unterstützungsgesuch vor, da er durch den Tod Webers nicht, wie geplant, seine London-Reise durch ein dortiges Konzert finanzieren konnte [D-Dla, Loc. 15147, Vol. XXIII, 77ff.].

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