Adolph Martin Schlesinger an Anton Bernhard Fürstenau in Dresden
Berlin, Samstag, 7. Oktober 1826

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Fürstenau in Dresden

Es thut mir leid ec nicht in Dresden gesehen zu haben. Ich gestehe daß ich auch die Absicht hatte erst meinen Sohn, mit dem ich in Wien zusammen treffen wollte, üb. das Verhältniß der gekauften Manuscr. zu sprechen; auch waren die Manuscr. bei meiner Abreise noch nicht hier angekommen, sondern sind auf der Preuß. Legation in London liegen geblieben, u. erst seit 14 Tagen in meinen Händen. Mein Sohn kam nicht nach Wien sondern direct hieher, wo er vor einigen Tagen ankam.

Nun über die Sache selbst: Zürnen Sie nicht daß Ihre Anweisg. nicht bezahlt wurde; bei der ersten Presentation war ich in Wien, in dieser Woche wurde er mir nochmals vorgelegt, u. ich habe ihn mit der Bemerkung zurück gewiesen, daß ich an Sie schreiben werde. Ich hätte gleich nach meiner Rückkunft von W. an Sie geschrieben, wären die vorgefundenen Geschäfte nicht so überhäuft gewesen.

Mein Sohn hatte von Ihnen die 3 Hefte gekauft u. Ihnen einen so hohen Preis bewilligt, als wohl nur in Deutschland für solche Pieçen gezahlt wurde, u. zwar weil die Londoner Musikhdler ihn versprachen die Hälfte des Honorars zu zahlen, die es aber nicht thaten. Ich stelle es Ihnen nun anheim, ob Sie unter so bewandten Umständen noch auf dieses hohe Honorar bestehen, sollte das der Fall sein, so versteht sich daß ich das gegebene Wort meines Sohnes halten muß, u. werde Ihnen alsdann noch in diesem Monate das Honorar über Leipzig auszahlen lassen. Ich rechne aber auf Ihre Billigkeit daß sie jetzt nicht auf dies hohe Honorar bestehen, u. sehe Ihrer geh. Antw. mit umgehender Post entgegen. etc.

[ohne Unterschrift]

Apparat

Zusammenfassung

über Manuskripte Fürstenaus und deren Preis (Weber nicht erwähnt!)

Incipit

Es thut mir leid ... nicht in Dresden gesehen zu haben

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Entwurf: Erzhausen (D), Archiv des Verlags Robert Lienau (D-ERZrl)
    Signatur: Kopierbuch Schlesinger 1826–1833, S. 65

Textkonstitution

  • ecUnsichere Lesung.

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