Carl Maria von Weber an Johann Carl Liebich in Prag (Entwurf)
Prag, Samstag, 5. Oktober 1816

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Antwort auf Liebichs Brief vom 5t 8br eodem

Ich kann Ihnen nicht genug aussprechen wie herzlich erfreut, ja innig gerührt mich die Gesinnungen Ihrer Zufriedenheit und Liebe haben, die Sie in Ihrem lieben Briefe aussprechen. Laßen Sie mich es gerne gestehen daß es vielleicht zu meinen Schwächen gehört die Anerkennung eines guten Willens sehr hoch anzurechnen und daß es mir weh thut, wenn ich nur im leisesten Vermuthen kann, daß ich irgend eine Unzufriedenheit erwekt haben dürfte. Es ist leicht möglich daß meine Reizbarkeit in diesem Punkte unsern gegenseitigen Willen uns manchmal Mißverstehen machte, und ich kann in dieser Hinsicht | nur an meinen Eifer für das Ganze appelliren.

Stets wird mir das Andenken an Ihre treffliche HerzensGüte und Rechtschaffenheit theuer und lieb bleiben und ich hoffe daß Sie mit Zuversicht auf meinen besten Willen rechnen Ihnen und Ihrem Werke überall nüzlich zu sein.

Was den Zeitweiligen Abschied betrifft, so hoffe ich Sie bald gesund und heiter wieder zu sehen, und bis dahin mag ja Manches Zeitverhältniß sich auch ändern und wenden.

Die Beylage* nehme ich mit Dank an, weil es mir hier am unrechten Plazze schiene was von Herzen komt nicht auch so zu nehmen. Gott schenke Ihnen dauernde Gesundheit und heiteren Sinn, und ein stetes Andenken an Ihren Sie gewiß herzlichst liebenden und achtenden Freund CMvW

Apparat

Zusammenfassung

dankt Liebich für seinen Brief und die Anerkennung; er wolle auch ihn gerne unterstützen; nimmt die Beilage [500 f.] gerne an

Incipit

Ich kann Ihnen nicht genug aussprechen wie herzlich

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Entwurf: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 6 (VI), Bl. 47r u. v

    Einzelstellenerläuterung

    • „… Die Beylage“Lt. Tagebuch Geschenk von 500 W. W.

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