Carl Maria von Weber an Adolph Martin Schlesinger in Berlin
Dresden, Sonntag, 14. November 1824

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An den Musikhändler Schleßinger in Berlin, als Antwort auf sein Schreiben vom 9t 9b: 1824.

Sehr bedaure ich daß E: W: sich von unnöthigen hin und her Reden haben berühren laßen, ich habe meiner Ansicht und Zeit gemäß kein Ohr für dergl:

Ich bin Ihnen sehr dankbar für die gute Meynung mir etwas angenehmes über meine Oper Euryanthe berichtet zu haben, ich muß mir aber von Ihnen die Erlaubniß erbitten, meinen Glauben an alles Gute was für diese Oper geschehen soll, bis nach erfolgten Thatsachen vertagen zu dürfen.

Seit Beendigung der Euryanthe habe ich durch Dienst und Gesundheits Verhältniße abgehalten, keine Note componirt. sobald es mir irgend möglich ist, werde ich die Ihnen noch zu kommenden Etuden und Solfeggien vollenden.

Mit meiner Gesundheit geht es erträglich, möge es Ihnen und den Ihren wohlgehen.

mit aller Achtung Ew Wohlgebohren ergebener Diener
CMvW:

Apparat

Zusammenfassung

dankt für gute Meinung Schlesingers in der Euryanthe-Affaire, weist jedoch jeglichen Optimismus zurück, bis Taten folgen; Gesundheitliches; seit der Euryanthe nicht komponiert; er werde jedoch die Schlesinger noch zukommenden Etuden und Solfeggien möglichst bald vollenden

Incipit

Sehr bedaure ich daß Ew. Wohlgebohren sich

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Basel (CH), Universitätsbibliothek, Musiksammlung (CH-Bu)
    Signatur: Autographensammlung Karl Geigy-Hagenbach, Nr. 1687

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (2 b.S. einschl. Adr.)

    Provenienz

    • Henrici Kat. 80 (29.-30.11.1922), Nr. 648

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Kopie: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
      Signatur: Mus. ms. autogr. theor. WFN 6, (XIV) Bl. 83b/r u. 83b/v

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