Wohlbrück, Johann Gottfried

Wohlbrück, Johann Gottfried

Bildquelle

Kurt Loup, Die Wohlbrücks. Eine deutsche Theaterfamilie, Düsseldorf 1975

Basisdaten

  1. 24. März 1770 in Berlin
  2. 27. April 1822 in Leipzig
  3. Schauspieler, Regisseur, Theaterdichter
  4. Berlin, Magdeburg, Schwerin, Stralsund, Rostock, Hannover, Braunschweig, Bremen, Pyrmont, Riga, Hamburg, Düsseldorf, Elberfeld, Köln, München, Leipzig

Ikonographie

Wohlbrück, Johann Gottfried
Wohlbrück, Johann Gottfried (Rollenportrait als Lorenz Kindlein in Kotzebues Der arme Poet)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • Sohn des Hofschneiders Johann Christoph Wohlbrück (1733–1800) und seiner Frau Sophie Christine, geb. Barsch
  • besuchte in Berlin das Friedrichwerdersche und Joachimsthalsche Gymnasium
  • nach anfänglicher Buchhandelslehre (bis 1786 bei Haude und Spener) Wechsel zum Theater: debütierte 1789 (oder bereits 1787/88?) bei Gustav Friedrich Wilhelm Großmann, danach 1790 bis 1793 bei Carl Döbbelin (u. a. 1792 in Magdeburg) und 1793/94 bei Carl Gutermann in Schwerin, Stralsund und Rostock
  • 1793 in Rostock Heirat mit der Schauspielerin Maria Anna Mangoldi (alle nachfolgenden Engagements gemeinsam); Geburt des Sohnes Gustav am 27. September 1793 in Barth/Vorpommern
  • 1794 eventuell kurzzeitig bei Jean Tilly
  • August 1794 bis 1796 bei Großmann in Hannover, Braunschweig, Bremen und Pyrmont; in Hannover Geburt der Söhne Wilhelm August und Ludwig
  • Oktober 1796 bis 1798 am Theater in Riga für Charakterrollen engagiert
  • ging 1798 nach Hamburg, dort bis Februar 1805 am Theater tätig; erstmals als Bühnenautor nachweisbar (Schauspiel Das Gelübde, UA: 28. November 1800); in Hamburg wurden die Töchter Louise und Marianne geboren
  • Anfang Juni 1805 Vorstellungen am Theater Altona
  • Juni 1805 Übersiedlung nach Düsseldorf, bis 1810 Regisseur und Schauspieler am „Bergischen Nationaltheater“, das wechselnd in Düsseldorf (November 1805 bis Mai 1806, Oktober 1806 bis März 1807, Herbst 1807 bis Frühjahr 1808, Oktober 1808 bis Frühjahr 1809, Oktober 1809 bis April 1810), Elberfeld (Mai bis Oktober 1806, Juli bis Oktober 1807, Sommer 1808, Mai 1809 bis September? 1809) und Köln (September bis November 1805, März bis Mai 1807, September/Oktober 1808) spielte
  • 1810/11 Gastauftritte in Wien (August/September 1810), Augsburg (Oktober 1810), Stuttgart, Mannheim (November 1810), Regensburg, Darmstadt (Dezember 1810), Frankfurt/Main (Dezember 1810 bis Januar 1811)
  • 1811 am Hoftheater Darmstadt engagiert (Fach: Intriguants, Chevaliers und Charakterrollen)
  • 1812 bis 1817 am Hoftheater München engagiert, verfasste dort Libretti für Meyerbeer (Alimelek), Johann Nepomuk Poissl (Athalia), Ferdinand Fränzl (Hariadan Barbarossa) sowie den Text zu Webers Kantate Kampf und Sieg, außerdem diverse Gelegenheitsstücke (u. a. Namenstags-Dichtungen für Heinrich Baermann und Helena Harlas; vgl. Weberiana 17.2007, S. 67ff.)
  • 1817 Gastauftritte u. a. in Breslau (vgl. Dramaturgisches Wochenblatt, 2. Jg., Nr. 44 vom 3. Mai 1817, S. 351) und Dresden (März/April)
  • ab August 1817 am Stadttheater Leipzig, u. a. als Regisseur; 1821 Abgang aus gesundheitlichen Gründen

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