Pius Alexander Wolff an Karl Theodor Winkler in Dresden
Berlin, Donnerstag, 4. Januar 1821

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Sr Wohlgebornen

Herrn Hofrath Winkler

nach

Dresden.

fr.

Meinen herzlichen Glückwunsch zum Neujahr verehrter Freund! Antwortlich auf Ihren Brief vom 17t Dec. wegen des Honorars für Webers Musik kann ich Ihnen nur seine eigenen Worte anführen, er schrieb mir als ich ihn deßhalb befragte: ich will die Aufführungen von Preciosa nicht erschweren, und werde mich mit 6 – 8 Ducaten, je nachdem die Bühne ist, begnügen. Was mich betrifft, so schreibe ich durchaus nichts vor, sondern füge mich der Bestimmung und dem Gebrauch Ihrer Intendanz.

Unsere Gastrollen betreffend, werden wir bitten müssen, solche künftigen Herbst zu veranstalten, da wir nun in der Hofnung leben, das neue Theater den 1t Mai zu eröffnen, auch außerdem zu dießer Zeit die Hoffeste fallen, wo die Scenen aus Faust dargestellt werden und wir nicht fehlen können.

Daß Fluch und Segen bei uns sehr gefallen hat, wissen Sie besser als ich, da ich so eben mein großes Lob aus Ihrem Blatte gelesen habe, aber wer sagt Ihnen, daß der Leuchtthurm mißfallen? er hat keinen brillanten Erfolg gehabt, ist aber nicht ungünstig aufgenommen worden.

Gestern hat die Borgondio gesungen und mit großem Beyfall; in Dresden war es das Gegentheil, ist’s nicht wunderlich?

Mit herzlicher Freundschaft und Hochachtung Ihr
Wff.

Apparat

Zusammenfassung

Wolff berichtet Winkler, dass Weber als Preciosa-Honorar für sich – je nach Bühne – 6–8 Ducaten festgelegt habe, er selbst richtet sich nach den Gepflogenheiten der Dresdner Intendanz; bittet darum, seine und seiner Frau Gastrollen in Dresden auf den Herbst zu verlegen, da er hoffe, dass am 1. Mai das Berliner Theater eröffnet werde.

Incipit

Meinen herzlichen Glückwunsch zum Neujahr verehrter Freund!

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz

Überlieferung

  • Textzeuge: Leipzig (D), Stadtgeschichtliches Museum, Bibliothek (D-LEsm)
    Signatur: A/316/2005

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (2 b. S.)

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