Robert Lienau an Friedrich Wilhelm Jähns in Berlin
Berlin, Mittwoch, 9. November 1864

Hochgeehrter Herr!

In Betreff Ihres großen Werkes über Weber bedaure ich aufrichtig, die Herausgabe deßelben nicht übernehmen zu können, weil der Kostenpunkt meine Mittel übersteigt. Zugleich muß ich sehr um Entschuldigung bitten, daß ich ohne Erfolg Sie mehrfach bemüht habe; indeß Sie werden sich vorstellen können, wie sehr mir daran lag, ein Werk von diesem Werthe u. dieser Wichtigkeit in meinem Besitz zu sehen, daher mein Wunsch zur genauen Kenntnißnahme dieser Sache Ihnen gerechtfertigt erscheinen wird.

In dem ich Ihnen einliegend den Plan Ihres Werkes wieder einhändige, zeichne, für die mir erwiesene Freundlichkeit dankend Mit vorzüglicher Hochachtung
Rob. Lienau

Nachschrift quer zum Text am linken Briefrand der Rectoseite:

Soeben kommt eine Probe-Auflage des Freischütz, ich erlaube mir Ihnen beiliegendes Expl. zu übersenden und bitte daßelbe freundlichst entgegen zu nehmen!

d. O.

Apparat

Zusammenfassung

lehnt nach Kenntnisnahme des Planes zum WV aus Kostengründen bedauernd den Verlag desselben ab, übersendet ihm 1 Exemplar der Probeauflage des Freischütz

Incipit

In Betreff Ihres großen Werkes über Weber

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  1. Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Weberiana Cl. X, Nr. 375

    Quellenbeschreibung

    • 1 Bl. (2 b. S. o. Adr.)

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