Miedke, Carl

Miedke, Carl

Bildquelle

Nürnberger Theater-Taschen-Almanach aufs Jahr 1800, hg. von Ignatz Schwarz

Basisdaten

  1. 1776
  2. 1839
  3. Schauspieler, Regisseur, Theaterautor
  4. Magdeburg, Bayreuth, Hildburghausen, Niederfüllbach, Coburg, Erlangen, Fürth, Ulm, Nürnberg, Ansbach, Stuttgart

Ikonographie

Miedke, Carl
Miedke, Carl. Karrikatur von Hauptmann von Ziethen aus "Erinnerungen an Wildbad 1821"

Biographische Informationen aus der WeGA

  • 1792 bis 1794 bei Carl Döbbelin in Magdeburg, Fachangaben lt. Reichards Gothaer Theater-Kalender auf das Jahr 1793 (S. 130): „lüderliche Bursche, und komische Rollen“ (laut Costenoble noch Anfänger)
  • ab 14. Februar 1794 Gastauftritte bei Franz Anton von Weber in Bayreuth in Hinblick auf die Übernahme der Weberschen Gesellschaft durch Daniel Gottlieb Quandt im März
  • spielte unter Quandts Direktion bis September 1795 in Bayreuth (bis Mai 1794), Hildburghausen (Mai bis Juli 1794), Niederfüllbach bei Coburg (August bis Oktober 1794), Coburg (Oktober 1794), Bayreuth (Oktober 1794 bis August 1795), Erlangen (ab August 1795, mit Abstechern nach Fürth)
  • anschließend bei Wenzeslaus Mihule in Ulm (September bis November 1795), danach erneuter Wechsel zu Quandt nach Erlangen und Ansbach
  • Februar 1797 mit der Gesellschaft von Cosmas Morelli (ehemals Quandtsche Gesellschaft) in Nürnberg
  • ab März 1797 bei der Augsburger Fuggerschen Gesellschaft unter Ferdinand Kindler in Nürnberg, später auch in Erlangen und Augsburg (spielte Liebhaber- und Heldenpartien), ab 1798 auch eine erste Ehefrau Mad. Miedke engagiert (fraglich, ob identisch mit Charlotte, geb. Pfister)
  • 1798 erschienen zwei Schauspiele von Miedke im Druck: Manuel der falsche Freund (Mannheim: Loeffler) sowie Adolph der Kühne, Raugraf von Dassel (Augsburg: Stagesche Buchhandlung); nachfolgend noch weitere Arbeiten fürs Theater (u. a. wurde 1800 in Nürnberg Die Verbannten nach Kramer von Miedke aufgeführt)
  • übernahm 1798 in Erlangen kurzzeitig (drei Wochen) die Direktion der vormals Morellischen (anschließend Collaschen) Gesellschaft
  • ab 1798 am neugegründeten Nürnberger Theater unter Georg Leopold Aurnheimer (anfangs mit Abstechern nach Ansbach, Erlangen, Bayreuth und Coburg) engagiert als Schauspieler (Fach: erste Helden, erste Liebhaber, junge Charakterrollen, Aushilfsrollen in der Oper) und Regisseur des Schauspiels; gemeinsam mit der ersten Ehefrau (Fach: Soubretten und naive Rollen)
  • Rivalität mit Direktor Aurnheimer um die Gunst der ersten Sängerin Mad. Kronthal, wegen derer Miedke seine erste Frau verließ; Entlassung Miedkes durch Aurnheimer zum Vertragsende 1801, aber nachfolgend wiederangestellt
  • fraglich, ob danach 1801/02 Heirat mit der Kronthal oder Wiederversöhnung mit der ersten Ehefrau, da als erste Sängerin in Nürnberg von 1798 bis 1801 Mad. Kronthal, 1802 bis 1805 aber Mad. Miedke genannt ist (also entweder trat Mad. Kronthal ab 1802 als verheiratete Miedke auf, oder sie war abgegangen und die bislang als Soubrette tätige Miedke war nun als erste Sängerin nachgerückt)
  • in Nürnberg Geburt von mindestens drei Kindern: Anna bzw. Annette (Tochter von Miedke und Mad. Kronthal, lt. Münchner Tagsblatt vom 24. Januar 1829, S. 109), Friedrich, Karl August (geb. 16.01.1804; die Mutter der Söhne soll angeblich Charlotte Miedke, geb. Pfister gewesen sein)
  • Februar 1805 Wechsel mit Ehefrau Charlotte Miedke, geb. Pfister ans Hoftheater Stuttgart (Fachangabe 1811: Liebhaber und Helden, junge Charakterrollen; 1816: Tyrannen, Väter und Charakterrollen)
  • gab nach dem Tod von Charlotte Miedke mindestens zwei seiner Kinder in Pflege: Karl August (nachm. Krebs) wurde von Johann Baptist Krebs adoptiert, die Tochter Anna (später verh. Maraffa) wurde die Pflegetochter von Josef Fischer
  • in Stuttgart ab August 1808 bis 1815 sowie erneut ab 1829 auch als Regisseur tätig, von dort aus Gastauftritte u. a. im März 1821 bei der August Müllerschen Gesellschaft in Ulm
  • Heirat mit der Schauspielerkollegin Wilhelmine Aschenbrenner (Trennung des Paars 1820)
  • gab bei der Stuttgarter Erstaufführung des Freischütz am 12. April 1822 den Samiel
  • am 1. Juli 1832 pensioniert

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