Hoftheaterintendanz Karlsruhe an Carl Maria von Weber in Dresden
Karlsruhe, Donnerstag, 4. Dezember 1823 (Entwurf)

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An

den königl. sächssch: H

Kapellmster Carl

Maria von Weber

Dresden.

Kapellmstr Carl
Maria von Weber.

Euer Hochwohlgebohren!

In Antwort auf Dero werthes Schreiben Ihre neue Oper Euryanthe betreffend haben wir die Ehre hiermit zu erwiedern daß obschon das geforderte Honorar bei den Verhältnissen hiesiger Bühne unsere Kräfte übersteigt, wir doch in besonderer Anerkennung und Schätzung der hohen Meisterschaft, welche E. H: so rühmlich bewähren das Möglichste unsererseits thun wollen um mit Denselben hierüber einig zu werden.

Wir erlauben uns die Bemerkung vorauszuschicken, daß man bisher | neue Opern für hiesiges Htheater nie anders als in der Art acquirirte wurden daß dabei kein besonderes Honorar für das Buch bestimmt gegeben wurde: doch glauben wir in jeder Hinsicht entsprechend zu handeln wenn wir E: H: für im Allgemeinen für die Oper Euryanthevierundvierzig Ducaten
anbiethen: welches Honorar wie gesagt bereits unsere Kräfte um vieles übersteigt, was wir E: H: bei Dero Verhandlungen mit der Dichterin zu beherzigen ersuchen.

Der Revers würde in gewöhnlicher Form ausgestellt, nur müsten | wir dann als Gegenbedingung um eine baldmöglichste Uebersendung der Oper bitten, da uns viel daran liegt eines der ersten Theater zu seyn, welches ihr neuestes Werk in die Szene sezt, und uns überdieß die Verhältnisse unserer Bühne nur unter dieser Bedingung gestatten das obenangeführte Honorar anzubiethen.

Indem wir eine gefäll: Antwort, und im Falle der Genehmigung dieser Vorschläge – der Oper selbst baldmöglichst entgegensehen einer baldmöglichsten Ankunft der Oper selbst entgegensehen zeichnen wir mit gröster Hochachtung
E: H: [Paraphen:]v: A.
K.
D
M.
An den Königl. sächssch. H Kapellmster Karl Maria von Weber in Dresden.

Apparat

Zusammenfassung

trotz der hohen Honorarforderung wolle man die Oper erwerben; ein gesondertes Honorar für den Dichter habe man bisher nie gezahlt; man wolle das Werk baldmöglichst geben

Incipit

In Antwort auf Dero werthes Schreiben Ihre neue Oper

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Entwurf: Karlsruhe (D), Generallandesarchiv (D-KAg)
    Signatur: 47/1105

    Quellenbeschreibung

    • 1 DBl. (3 b.S.), Vermerk auf Bl. 1r oben: „n. 1465.“; darunter: „Exped eod.
      a. B. SrExcellenz des H Oberhofmarschalls“; weiter unten: „abgegangen den 4 Dez 1823.“

Textkonstitution

  • „… und Schätzung der hohen Meisterschaft,“laut Korrekturspuren ursprünglich „des hohen Meisters“; überschrieben.
  • „man“unter der Zeile hinzugefügt.
  • für„von“ durchgestrichen und ersetzt mit „für“.
  • s„m“ durchgestrichen und ersetzt mit „s“.
  • „wurden“durchgestrichen.
  • „bestimmt“durchgestrichen.
  • „für“durchgestrichen.
  • „vierund“durchgestrichen.
  • „und uns überdieß … obenangeführte Honorar anzubiethen.“am Rand hinzugefügt.
  • „der Oper selbst baldmöglichst entgegensehen“durchgestrichen.
  • „E: H:“durchgestrichen.

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