Adolph Martin Schlesinger to Ludwig van Beethoven in Wien
Berlin, Saturday, April 15, 1826

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L. Beethoven in Wien d 15/4 1826

Mit Ihrem sehr geehrten Schreiben v. 27/2 erhielt ich den Text von Grillparzers Melusina, welche ich sogleich an den Herrn Grafen v Brühl eigenhändig übergeben haben. Hernach habe ich mehrmals wegen der Antwort erinnert, und ist solche endlich vor 8 Tagen abgegangen, und wird in Ihren Händen sein; wie ich nicht zweifele, und wie mir der Graf sagte, ganz Ihren Wünschen entsprechend. Auch mit Spontini habe ich deshalb gesprochen; er versprach Alles dafür zu thun was in seinen Kräften steht. –

Daß Sie diese Oper, wenn sie fertig ist, sowohl im Kl: Az. und mit Eigenthum für alle Gattungen von Arrangements mir überlassen werden, darauf rechne ich mit Bestimmtheit und ersuche Sie solche an Niemand Anderes zu offerieren. Der Redakteur der Berliner musikalischen Zeitung, läßt sich Ihnen bestens empfehlen; er bittet Sie zugleich, welche Bitte ich hiermit unterstütze, uns recht bald mit einem Beitrag aus Ihrer Feder zu unterstützen. Nächsten Sommer werde ich die Ehre haben, Ihnen in Wien meine persönliche Aufwartung, und Ihre schätzbare Bekanntschaft zu machen. Carl Marias von Webers neue Oper, Oberon, erscheint in meinem Verlage, und ist der Kl. A. bereits im Stich. –

Haben Sie vielleicht gerade etwas vorräthig, was Sie mir überlassen könnten, so bitte ich um gefällige Mittheilung. Mit der vorzüglichsten Hochachtung habe ich die Ehre zu sein AMS.

Editorial

Summary

hat den Text von Grillparzers Melusine Brühl übergeben, der ihn wohl inzwischen wieder an B. abgesandt habe; auch Spontini wolle sich dafür einsetzen; er bittet ihn, nach Vollendung die Oper im KlA und für alle Arrangements ihm zu überlassen; bittet im Namen des Redakteurs der BAMZ um Beitrag; Webers neue Oper erscheine demnächst in seinem Verlage

Incipit

Mit Ihrem sehr geehrten Schreiben v. 27/2 erhielt ich

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition

  • Text Source: Draft: Erzhausen (D), Archiv des Verlags Robert Lienau (D-ERZrl)
    Shelf mark: Kopierbuch Schlesinger 1826–1833, S. 21–22

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