Carl Maria von Weber an Friederike Koch in Berlin
Dresden, Montag, 15. September 1823

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An Mademoiselle

Friederike Koch

Wohlgeboren

Berlin

Brüderstraße.

Im Augenblik der Abreise nach Wien noch 2 Worte an meine liebe gute Koch.

Ein sehr liebenswürdiges Wesen die ich übrigens nicht genauer kenne, wird Ihnen Grüße von mir gebracht haben.      In meinem Hause geht es gut. mit mir auch.      Steiner verlegt Euryanthe*.

Wegen Abu Hassan habe ich eben an Teichmann geschrieben daß man Ihnen das Buch verabfolgen läßt, so ist es kürzer abgethan*.

Meinem guten Lichtenstein bin ich auch schon ewig Antwort schuldig, nun werde ich wohl - da es Morgen fort geht, - vor Wien nicht dazu kommen.

Betet für mich meine Freunde, ich werde einen harten Stand haben, in jeder Hinsicht, gegen unmäßige Erwartungen, und geringe Mittel.      Wie Gott will.

Meine Frau grüßt herzlichst.      Alles Erdenkliche an alle meine Freunde, behalten Sie lieb gute treue Koch - Ihren alten Freund
CMvWeber

Editorial

Summary

Gruß vor der Abreise nach Wien; erwähnt Steiners Euryanthe-Angebot; sie werde das Buch des Abu Hassan durch Teichmann erhalten; Sorge um den Erfolg seiner Oper in Wien

Incipit

Im Augenblik der Abreise nach Wien noch 2 Worte

Responsibilities

Übertragung
Joachim Veit

Tradition in 2 Text Sources

  • 1. Text Source: Lörrach (D), Dreiländermuseum (D-LÖRdm)
    Shelf mark: Br. 58

    Physical Description

    • 1 Bl. (2 b. S. einschl. Adr.)
    • PSt: DRESDEN 15. Sept. 23

    Provenance

    • Henrici Kat. 126 (15. Dez. 1927), Nr. 191

    Corresponding sources

    • Virneisel/Hausswald, S. 97 (Nr. 31) (nach Jähns Kopie)
  • 2. Text Source: Copy: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Shelf mark: Weberiana Cl. II A e, 34 (von Jähns)

    Commentary

    • “… mir auch. Steiner verlegt Euryanthe”Unterstreichung von frd. Hd. mit Bleistift.
    • “… so ist es kürzer abgethan”Der Berliner Weber-Freundeskreis um Friederike Koch plante eine Aufführung der Oper im privaten Rahmen, vgl. den Brief an Teichmann vom Vortag. Fragmente des dazugehörigen Aufführungsmaterials haben sich erhalten: das von Friederike Koch handgeschriebene Libretto sowie zwei Stimmen; vgl. WeGA, Ser. III, Bd. 4, S. 265 und 271f.

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