Barbaia, Domenico

Basisdaten

  1. Barbaja, Domenico Weitere Namen
  2. 1778 in Mailand
  3. 19. Oktober 1841 in Posillipo bei Neapel
  4. Impresario, Theaterdirektor
  5. Neapel, Mailand, Wien

Ikonographie

Domenico Barbaja (Quelle: Wikimedia)

Biographische Informationen aus der WeGA

  • aus armen Verhältnissen stammend
  • verdiente seinen Lebensunterhalt anfangs als Kellner in örtlichen Cafes und Bars; Erfinder eines Mixgetränks aus Schokolade und Kaffee („Barbajata“)
  • erwarb 1808 die Glücksspiel-Konzession für das Foyer der Mailänder Scala und wurde dadurch wohlhabend
  • am 7. Oktober 1809 Ernennung zum Leiter sämtlicher königlicher Opernhäuser Neapels (ursprünglich Teatro San Carlo und Teatro Nuovo, später auch Teatro Fondo und Teatro Fiorentino); etablierte sich dort drei Jahrzehnte hindurch als erfolgreicher Impresario; unter seiner Direktion Wiederaufbau des am 13. Februar 1816 durch Brand zerstörten Teatro San Carlo (Wiedereröffnung am 12. Januar 1817); nahm als musikalischen Leiter u. a. Rossini unter Vertrag (1815 bis 1822), verpflichtete später (ab 1827) Donizetti
  • Bewerbung um die Pacht der Wiener Hofoper (Kärntnertortheater) unterstützt von Gallenberg und Sedlnitzky (der ursprüngliche Mitbewerber Louis Duport wurde Administrator); Abschluss des Pachtvertrags am 6. November 1821 für die Zeit ab 1. Dezember 1821 (ursprünglich vereinbart für 12 Jahre), zunächst inklusive der Leitung des Theaters an der Wien (bis Juni 1822); wechselnd mit dem deutschen Opernbetrieb im Kärntnertortheater italienische stagione (mit italienischen Sängern, u. a. April bis Juli 1822, sowie April bis September 1823); Ende der ersten Pacht März 1825; während Barbajas Abwesenheiten von Wien leitete gemeinsam mit Duport ein Komitee (bestehend aus Gallenberg, Theatersekretär Joseph Kupelwieser – nur bis November 1823, Gottdank sowie ab 1822 Ignaz von Seyfried und Friedrich Demmer) die Amtsgeschäfte
  • erteilte Weber den Auftrag für seine Euryanthe
  • erneute Pacht der Wiener Hofoper vertraglich abgeschlossen am 18. Februar 1826, Wiedereröffnung des Kärntnertortheaters am 29. April 1826, vorzeitiges Pachtende April 1828
  • 1826 bis 1832 zusätzlich (parallel zu den Aktivitäten in Neapel bzw. Wien) Pächter der Mailänder Scala sowie des Teatro Canobbiano in Mailand

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