Georg August von Griesinger an Karl August Böttiger
Wien, Mittwoch, 19. November 1823

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Mein verehrter Freund,

[…][folgendes unter Uns. Ich habe nicht leicht eine größere Verschiedenheit im esoterischen und exoterischen Urtheil über eine Oper gefunden als bei der Euryanthe. Jenes ist und bleibt einmal hier nicht günstig, und dieses klingt so pompos als möglich. Da verlasse man sich auf Journalschreiber! Weber hat hier viele Freunde, aber unter 4 Augen müssen sie es doch gestehen, daß er es in seinem lezten Werk nicht getroffen habe. Im Norden, wo der Zauber der italienischen Sirenen nur in sehr mangelhaften Copien bekannt ist, hat man einen andern Maasstab. Dort ist man auch über die Opern von Spohr (in Cassel) entzükt, die hier Niemand erträgt, und die man in Italien ganz ungenießbar finden würde. St !] […]

Leben Sie wohl.
Ihr
Gr.

Apparat

Zusammenfassung

betont den Unterschied der "esoterischen" u. "exoterischen" Beurteilung der Euryanthe; über Nord/Südgefälle in der Ästhetik;

Incipit

"H. Spek hat mir Ihre Abhandlung gebracht …"

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

verschollen

Überlieferung

  • 1926 Dresden SLB
Weitere Textquellen
  • Ludwig Schmidt, Zeitgenössische Nachrichten über Carl Maria v. Weber, in: Die Musik. Monatsschrift, hg. von Bernhard Schuster, Jg. 18, 2. Halbjahrsband, Heft 9 (Juni 1926), S. 657 [Ausschnitt].

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