Friedrich Kind an unbekannt
Montag, 14. Juli und Dienstag, 22. August 1817

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... Das neueste, was ich gearbeitet habe ist eine Oper, die Jägersbraut, zum Teil nach der Volkssage: der Freischütze. Vermutlich fragen Sie: Ist Saul auch unter den Propheten? Doch es ist nun so, und Freund Maria (v. Weber) für den ich sie schrieb, hofft im nächsten Winter hier oder anderswo damit hervorzutreten. – ... Dass ich zu der Oper einen eigenen Stoff hätte nehmen sollen, darin haben Sie recht. Weber wünschte diesen; ich schlug es erst ganz ab, diesen zu bearbeiten; indes hatte mir W. während des Gesprächs eine Lunte an die Pulverkammer gelegt. Da er fort war u. ich darüber hin u. her dachte, gabs eine Explosion u. die Oper war in 8 Tagen fertig*. Wir waren beide herrlich mit dem Ding zufrieden, nämlich anfänglich – Späterhin fanden wir, es sey mehr Schauspiel mit Gesang, als Oper. Dem stand jedoch abzuhelfen; ich nahm das Eisen noch einmal auf den Ambos, ... und nun glauben wir einen guten Operntext zu haben. Wenn übrigens auch schon die Hauptfabel aus der Volkssage entlehnt ist, so gibts doch auch manches Neues. Nun, Sie werdens ja sehen, wenn die Oper einmal ausfliegt. Die Composition ist etwa zum Drittel fertig ...*

Apparat

Zusammenfassung

zur Entstehung von Webers Freischütz (hier noch Jägersbraut)

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Solveig Schreiter

Überlieferung

  • Textzeuge: Verbleib unbekannt

    Provenienz

    Einzelstellenerläuterung

    • „… war in 8 Tagen fertig“vgl. Webers TB 21. Februar, 26. Februar und 1. März 1817 sowie Briefe Webers an Caroline Brandt vom 19.-21. Februar und 3. März 1817.
    • „… etwa zum Drittel fertig ...“Kind übertreibt; Weber hatte zu dieser Zeit gerade zwei Nummern im Entwurf (Nr. 2 und 6) fertig; vgl. TB 2., 3., 12. Juli sowie 6., 7., 10. August 1817.

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