Ambrosius Kühnel an Carl Maria von Weber in Prag (Gotha)
Leipzig, Samstag, 10. Oktober 1812

Carl Maria von Weber, in Prag, [jetzt in Gotha. im Palais des Prinzen Friedrich.]*

Ihre Mste habe ich empfangen, vermisse aber die Bestimmung der Bedingungen Clara parta. Daher bitte ich mir im nächsten Br. anzuzeigen, wann ud. wieviel Sie baar ud. in Freyex. zu erhalten wünschen, ud. zwar für jedes Werk. Sollten Sie auf Ihren Reisen etwas Gutes von Msten für mich finden, so denken Sie meiner. Und wie wärs, wenn Sie mir allerliebste Walzer im Geschmack der ersten „Fav.walzer der Kaiserinn“ schickten, die ich als 3s Heft geben könnte? Wären wir nicht Freunde, so fürchtete ich, Sie möchten diese Zumuthungen gütig vernehmen. – Von Poledro. – Sie haben auch Gelegenheit, von mir manche baare Erkenntlichkeit anzunehmen, indem Sie manchen Kauf von Fps. veranlassen können, wenn Sie den Liebhabern versichern, daß Sie meiner Wahl (gemäß angegebenen Wünschen ud. Bedürfnissen) vertrauen können. Ihrer Empfehlung werde ich Ehre machen.

Apparat

Zusammenfassung

hat seine Manuskripte erhalten, bittet aber um Angabe seiner Forderungen; wenn er auf Reisen gute Manuskripte finde, solle er an ihn denken; fragt, ob er nicht weitere Walzer im Geschmack der ersten Favorit-Walzer der Kaiserin als 3. Heft komponieren wolle; über Polledro; bittet, ihn als Verkäufer von Klavieren zu empfehlen.

Incipit

Ihre Mste habe ich empfangen, vermisse aber die Bestimmung

Generalvermerk

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz, Joachim Veit

Überlieferung

Textzeuge

Frankfurt a. M. (D), C. F. Peters Musikverlag, Archiv (D-Fmp)
Signatur: Kopierbuch V (1811–1813), S. 164

Textkonstitution

    Einzelstellenerläuterung

    • "… Palais des Prinzen Friedrich .]": von anderer Hand einschl. der eckigen Klammern ergänzt

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