Carl Maria von Weber an Carl Zulehner in Mainz
Dresden, Sonntag, 11. August 1822

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Sie haben troz dem daß Sie bereits im März a. c. durch mich selbst wiederholt unterrichtet wurden, dass man die Oper der Freyschütz nur von mir auf rechtmäßig[e] Weise beziehen könne, diese Oper an H: Derossi für 10 Ducaten verkauft. Sie ziehen es also vor, um ein[en] Gewinn von wenigen Gulden willen vor der We[lt] als ein unrechtlich handelnder Mann gebrandmar[kt] zu werden. Es sey; wenn Sie nicht mit umgehender P[ost] mir den vollkommensten Schadenersatz leisten, u[nd] mich überhaupt vor der Wiede[rh]olung dieser Ha[nd]lungsweise sicher stellen.

C. M. v. W.

[Zusatz von Weber:]hierauf habe ich gar keine Antwort |: bis jez[t] d: 8t 9b:| erhalten.

Apparat

Zusammenfassung

verlangt Schadenersatz für die an Derossi verkaufte Freischütz-Partitur sowie Zusicherung, daß sich dies nicht wiederhole, andernfalls wolle er ihn öffentlich als unrechtlich denkenden Mann brandmarken

Incipit

Sie haben troz dem, daß Sie bereits im März

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung in 2 Textzeugen

  • 1. Textzeuge: Verbleib unbekannt
  • 2. Textzeuge: Kopie: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: in: 55 Ep 1939

    Quellenbeschreibung

    • Abschrift von unbekannter Hand mit Zusatz Webers

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • Wilhelm Kleinschmidt, Carl Maria von Weber und Gottfried Weber in: Musik im Kriege, Jg. 2 (1944), Heft 7/8, S. 144
    • in: Wolfgang Meister, Verloren geglaubte Dokumente aus dem Archiv des Harmonischen Vereins, in: Weberiana 29 (2019), S. 45f.

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