Carl Maria von Weber an Georg Schenck in Kelsterbach
Dresden, Freitag, 18. Oktober 1822

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An H: Schenk in Kelsterbach als Antwort auf sein Schreiben vom 28t 7b und 5t 8b

Ersten Zuschrift vom 28t Sept: nach, wollte ich mit Vergnügen versuchen Ihrem Wein einen Käufer zu verschaffen. ich muß gestehen, daß Ihr Geehrtes vom 5t 8br: mir fast diese Lust wieder genommen hat. Wenn ein Mißverständniß statt findet, so ist es auf Seiten Ihres Reisenden. Sie können Sich einen Begriff seiner Zudringlichkeit machen wenn ich Ihnen bestätige daß ich keinen Rheinwein trinke, und auch den ersten Wein blos nahm* um H: Streber[?] los zu werden. dieser Wein liegt noch fast unberührt in meinem Keller, und ich sollte sogar das doppelte bestellt haben? der geringere Preiß den Sie setzen kann mich nicht bestimmen, denn ich will keinen Wein den ich nicht bestellt habe. sei er noch so wohlfeil. ich werde von nun an jedem Reisenden mein Haus verschließen um nicht ähnliche Belästigungen zu erfahren da meine Zeit zu kostbar ist, mich wegen solcher Dinge wie ich glaube daß es Ihrem Vortheil angemeßen sein würde und kann nicht umhin, Ihnen wiederholt zu bemerken, daß ein solches Ihr, durch Ihre Reisenden bewirktes Verfahren gewiß eher […] Ihrem Hause […] nachtheilig als vortheilhaft sein muß.

Geben Sie gefälligst einem hiesigen Händler[?] mit aller Achtung E: W:
ergebener
CMvW:

Apparat

Zusammenfassung

er hätte gerne für Schenks Wein Käufer gesucht, fühlte sich aber durch dessen Vertreter so belästigt, daß er diesem Rheinwein abkaufte, obwohl er ihn nicht tränke; empfiehlt ihm dringend, solche Belästigungen einzustellen

Incipit

E: W: Zuschrift vom 28 Sept: nach wollte

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  1. Entwurf: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 6, Mappe XII, Bl. 77r

Textkonstitution

  • „Ersten“durchgestrichen.
  • „auch“durchgestrichen.
  • „sei er noch so wohlfeil“durchgestrichen.
  • „da meine Zeit zu kostbar ist, mich wegen solcher Dinge wie ich glaube daß es Ihrem Vortheil angemeßen sein würde“durchgestrichen.
  • „ein solches“durchgestrichen.
  • „durch Ihre Reisenden bewirktes“am Rand hinzugefügt.
  • „[…]“Gelöschter Text nicht lesbar.
  • „[…]“Gelöschter Text nicht lesbar.
  • „Geben Sie gefälligst einem hiesigen Händler?durchgestrichen.

Einzelstellenerläuterung

  • „… den ersten Wein blos nahm“Wortreihenfolge durch Kl. 1, 2 hierzu verändert.

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