Carl Maria von Weber an Gottlob Roth in Dresden
Hosterwitz, Dienstag, 4. Mai 1824

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Mein lieber guter Roth!

In aller Noth ruf ich zu Dir!!!

Die Köchin* ist gestern Abend nicht gekommen, wahrscheinlich wegen dem Diner, das sie besorgen mußte; ich habe also nichts mir ihr abmachen können.

Wollen Sie nun wohl die Güte haben, diese mir wichtige Angelegenheit zu ordnen? Wenn es nicht mit weniger geht, will ich ihr 5 Thlr. Monatlich geben, vom 1. Juny an. Bitte geben Sie ihr dann einen Spezies Draufgeld, wenn Sie Alles besprochen haben. Sie dient bei H. v. Berg, Moritzstraße, Spiegelfabrik, I. Stock; ich fürchte, daß Andere sie mir wegkapern. In beiliegendem Journal finden Sie eine sehr geistvolle Anzeige der Euryanthe: bitte dann Morgen früh an Hofrath Böttiger zu senden. Wie wohltätig ist diese Stille und Ruhe hier.

Mutter und Max sind wohl, und grüßen herzlichst. Mit treuer Freundschaft
Ihr
Weber.

Apparat

Zusammenfassung

Bitte, sich um Anstellung einer bestimmten Köchin zu kümmern; übermittelt Journal mit Anzeige zur Euryanthe mit der Bitte um Weitersendung an Hofrath Böttiger

Incipit

In aller Noth ruf ich zu Dir!!! Die Köchin

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Überlieferung

  • Textzeuge: Verbleib unbekannt

    Provenienz

    • Liepmannssohn Verst. 35 (26.-27. Mai 1905), Nr. 1025

    Dazugehörige Textwiedergaben

    • [Anonym:] Ungedruckte Briefe Carl Maria von Webers, in: Allgemeiner Anzeiger, Erfurt, Nr. 162, 6. Beiblatt, (12. Juni 1904)
    • Unbekannte Briefe Karl Maria von Webers, in: Neue Musik-Zeitung (Stuttgart: Grüninger) 26.Jg. (1905), S. 488f.

    Einzelstellenerläuterung

    • „… Die Köchin“Vermutlich Maria Neubert gemeint, die ihren Dienst im Weberschen Haus am 1. Juni 1824 antrat.

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