Schreibtafel von Mannheim: Entschuldigung von Carl Maria von Weber

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Entschuldigung.

Das von Unterzeichnetem auf morgen den 29. Dez. angekündigte Konzert, kann wegen versagter Mitwirkung des löbl. Orchester-Personals nicht statt finden. Um aber dem Verdachte vorzubeugen, als ob er ohne vorläufig genommene Maßregeln das Publikum mit einer Anzeige hintergangen habe, so hat Unterzeichneter die Ehre zu bemerken, daß nur im festen Vertrauen auf das ihm bereitwillig geleistete Versprechen der sämmtlichen Herren Konzert-Ausschuß-Mitglieder die Anzeige veranlaßt wurde. Da aber nun diese Herrn durch die übrigen Mitglieder sich gedrungen fühlen, ihr Wort zurück zu nehmen, so halte ich es für meine Pflicht, dieses zu meiner Rechtfertigung einem hochzuverehrenden Publikum anzuzeigen. Carl Marie Frhr. v. Weber.

Mannheim, den 28. Dezember 1810.

Apparat

Zusammenfassung

Anzeige bzw. Entschuldigung von Carl Maria von Weber, dass sein bereits angekündigtes Konzert nicht stattfinden wird, weil das Orchester seine Zusage ihm gegenüber zurückgenommen habe

Generalvermerk

Zuschreibung/Kommentar: C. M. v. Weber notierte am 28. Dezember 1810 im TB, er habe eine Entschuldigung in die Schreibtafel sezen laßen, nachdem ich in der früh noch 2 mal zu und abgesagt bekam. Diese Notiz bezieht sich auf die Absage des Konzertes, das C. M. v. Weber Ende Dezember 1810 in Mannheim angekündigt hatte und das nicht zustande kam, weil das Mannheimer Orchester seine zunächst zugesagte Mitwirkung wieder absagte; vgl. TB, 27. Dezember 1810, die Briefe vom 8. Januar 1811 an G. Weber und vom 13. Januar 1811 an Gänsbacher sowie G. Webers Ausatz über Leppichs Panmelodicon. In der Schreibtafel von Mannheim war zuvor vermutlich eine Konzertanzeige (vgl. den Brief vom 13. Januar 1811 an Gänsbacher) erschienen.

Entstehung

28. Dezember 1810 (laut TB)

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Fukerider, Andreas

Überlieferung

  • Textzeuge: Schreibtafel von Mannheim, Bd. 1, Heft 74 (28. Dezember 1810), Bl. 1v

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