Sonntag, 27. September 1812
Gotha

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d: 27t Sonntag. Aufsaz über Dreyßig und Kauf: geschrieben
an Müller geschrieben und ihm geschikt. auch Rez. über Lauska
Sonate F moll op: 30. und Iphigenie Klav: Ausz:

Hermstedt, Methfeßel und Müller besuchten mich. ich spielte
ihnen die 2 Concerte von Bärm: vor. Sie waren sehr gerührt.

Mittg. bey Schl. Brief erhalten von Schwaderer, Hiemer
und Hoffmann.

Abends bey Spohr viel Musik gemacht. Hermst: blies 2 mal, sehr
schön, einen dikken, beynah dumpfen Ton. überwindet ungeheure
Schwierigkeiten aber nicht imer schön, manches als der Natur
des Instr: ganz zuwider*. z: B: [NB] auch schöner
Vortrag, hat sich viele Stricharten der Geiger ange[e]ignet
welches mitunter gut wirkt. aber die vollkommene Gleich-
heit des Tones von oben bis unten, und der himlisch geschmak-
volle Vortrag Bärm: fehlt doch. Spohr spielte sein
neues Quart. aus G moll, sehr schön und sehr schön comp: viel
Guß und Einheit. dann eine schöne Sonate mit seiner Frau
die sehr zugenommen hat. ich spielte meine Sonate. Nach
Tische sang uns Methfeßel noch einige comische Sachen.
ein schöner Abend.
um 12 Uhr zu Hause.
Seitenumbruch

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Apparat

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Dagmar Beck

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (D-B)
    Signatur: Mus. ms. autogr. theor. C. M. v. Weber WFN 1

Textkonstitution

  • „e“Unsichere Lesung.
  • „g.“Unsichere Lesung.
  • „m“Unsichere Lesung.
  • „[NB]“Unsichere Lesung.

Einzelstellenerläuterung

  • „… Natur des Instr: ganz zuwider“Folgt unleserliches Wort.

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