Karl Theodor Winkler an Carl Graf von Brühl in Berlin
Dresden, Donnerstag, 9. November 1826

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Innig verehrter Herr und Freund

Aus Ihrem Briefe an Frau von Weber habe ich ersehen, daß der Comite des Königlichen Theaters zu Berlin sich an Sie mit jener Anfrage wegen der Partitur des Oberon gewendet habe, und wie Ihre gütige Vorsorge deshalb eine Erklärung sowohl von Seiten der ersteren als meiner in der Qualität als Vormund der von Weberschen Kinder erwarte.

Nun haben wir aber die Angelegenheit wegen des Verkaufs der Partitur und ausschließlich von Überlassung der Partitur des Oberon an das Königliche Theater lediglich in die Hände des Herrn Banquier Heinrich Beer gelegt, der auch bereits im Besitze der Abschrift dieser Partitur sich befindet. Herr Heinrich Beer ist nun zwar gegenwärtig hier in Dresden, wird aber in der Mitte der kommenden Woche wieder von hier abreisen, und dann sogleich an Ort und Stelle die desfalsigen Unterhandlungen einleiten, zu denen er von uns officiell beauftragt ist.

Mit dem gefälligsten Danke für Ihre Gewogenheit und in den Empfindungen vollkommener Verehrung verharrend Ihrtreu ergebener Freund
(gezeichnet) K. Winkler.

An den General-Intendanten der Königlichen Schauspiele pp
Herrn Grafen von Brühl
Hochgeboren
zu Berlin

Apparat

Zusammenfassung

antwortet wegen des gewünschten Erwerbs des Oberon (Ankauf der Partitur und ausschließliches Aufführungsrecht) als Vormund der Kinder Webers; die Familie hat die Verhandlungsführung Heinrich Beer anvertraut und diesem eine Partiturkopie ausgehändigt

Incipit

Aus Ihrem Briefe an Frau von Weber habe ich ersehen

Verantwortlichkeiten

Übertragung
Frank Ziegler

Überlieferung

  • Textzeuge: Berlin (D), Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
    Signatur: Mus. ms. theor. 1018, Bl. 3v

    Quellenbeschreibung

    • Kopisten-Abschrift für Brühls Acta Privata zum Oberon

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