Carl Maria von Weber an Friedrich Kind in Dresden
Hosterwitz, Mittwoch, 19. August 1818

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Tausend Dank. Sehr schön! wie immer. Hätte gestern schon geantwortet, wollte es aber erst an Gr. V. abgeben, was erst gestern Abends geschehen konnte. Brauche bald nicht mehr zu componiren, da Sie es alles selbst schon so zweckmäßig eintheilen; wird fast durchaus dabei bleiben*. An Br. und K. habe ich freundlich und offen geschrieben*, wie sie es verdienen; ich hoffe nicht, daß sie grollen werden.

Die lezten Tage dieser Woche komme ich nach Dresden. Geht so vielerlei vor, wo ich einmal zum Rechten sehen muß. Nochmals herzlichen Dank für das treffliche Gedicht.

Alles Schöne von meinem Weibchen an Ihre liebe Frau, Meta, und Roswitha und Sie. Immer und immer
Ihr
Weber.

Editorial

Summary

dankt für ein Gedicht zur Komposition (nach Kinds Anm: “König u. Volk”); er habe an Br.(?) u. K.(?) geschrieben; will Ende der Woche nach Dresden kommen

Incipit

1000 Dank. Sehr schön! wie immer.

Responsibilities

Übertragung
Eveline Bartlitz; Joachim Veit

Tradition in 2 Text Sources

  • 1. Text Source: Verbleib unbekannt

    Corresponding sources

    • Friedrich Kind: Briefe von Karl Maria v. Weber an Friedrich Kind, in: Zeitung für die elegante Welt, Jg. 32, Nr. 118 (19. Juni 1832), Sp. 940 [unvollständig]
  • 2. Text Source: Kind: Freischütz-Buch, S. 148, Nr. 17

Text Constitution

Text eingegeben nach Kind (Freischützbuch), S. 148, da Veröffentlichung in der Zeitung für die elegante Welt unvollständig.

    Commentary

    • “… wird fast durchaus dabei bleiben”Originalfußnote von Kind an dieser Stelle: „‚König und Volk‘ – in meinen Gedichten, Bd. V., S. 31.“ Zu dieser Dichtung heißt es im Bd. 5 der 2. verbesserten Auflage der Gedichte Kinds (Leipzig: Göschen, 1825) auf S. 333: „Diese Cantate wurde auf erhaltene Veranlassung zum Behuf einer beabsichtigten öffentlichen Feierlichkeit gedichtet und sollte von C. M. v. Weber componirt werden. Wegen veränderter Ansichten unterblieb die Ausführung dieses Plans.“ Der eigentliche Textabdruck (ebd., S. 31–33) ist in drei Abschnitte gegliedert, allerdings ohne Hinweise zur Art der geplanten Vertonung. Sowohl der Text selbst als auch seine Einordnung innerhalb der Gedichtausgabe deuten darauf hin, dass die genannte „öffentliche Feierlichkeit“ mit dem 50jährigen Regierungsjubiläum des sächsischen Königs in Zusammenhang stand, zu dem Kind und Weber auch die Jubel-Kantate schufen.
    • “… ich freundlich und offen geschrieben”In welcher Angelegenheit Weber an diese beiden Personen schrieb, bleibt unklar, da im Tagebuch keine derartige Korrespondenz erwähnt wird. Sollte es sich um die Empfehlung eines Bühnenwerks von Kind handeln, kämen als Adressaten die Theater-Direktoren Brühl und Küstner infrage.

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